Am Freitag, dem 22. Mai, um 20:30 Uhr kehrt in der Sala La Correa (General Díaz 1163) das Stück Dos homens junto ao rio auf die Bühne zurück, eine Theateradaption des gleichnamigen Romans von Andrés Colmán Gutiérrez, der 2022 mit dem Augusto-Roa-Bastos-Preis für unveröffentlichte Romane ausgezeichnet wurde. Die Spielzeit geht an den folgenden Tagen weiter: 23., 24., 29., 30. und 31. Mai, jeweils zur gleichen Uhrzeit.
Die Handlung spielt im Jahr 1908, nach einem heimlichen Vorstoß des spanischen Journalisten und anarchistischen Denkers Rafael Barrett in die Ländereien des Großgrundbesitzunternehmens La Industrial Paraguaya in Takuru Puku. Aus dem Hinterhalt überfallen und schwer verwundet von Aufsehern der Mate-Enklave, wird Barrett von einer Gruppe von Mensú (Landarbeitern) und einem Schmuggler gerettet, die ihn flussabwärts zur Kolonie Guillermo Tell bringen, dem wissenschaftlichen Refugium des Schweizers Moisés Santiago Bertoni.
Die Inszenierung, in der Theaterfassung von Nelson Viveros und unter der Regie von Héctor Silva, erkundet den intellektuellen Schlagabtausch zwischen den beiden europäischen Exilanten. Während Bertoni sein familiäres Ökosystem unter der institutionellen Anerkennung seiner Wissenschaft aufbaute, verkörperte Barrett das libertäre Engagement und die Anklage der indigenen Sklaverei, verfolgt von der etablierten Macht. Der Dialog offenbart Widersprüche zwischen Wissenschaft, Literatur und sozialer Emanzipation in einem Abenteuerbericht im Dschungel, der die indigene Kosmogonie des Yvy marane'y (des Landes ohne Übel) heraufbeschwört.
Die Produktion stammt vom Kollektiv ARKHE em cena, mit Lichtdesign von Alberto Castillo, Kostümen von Belén Fretes und visueller Dokumentation von Emiliano Gómez. Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.