Der argentinische Dramatiker, Regisseur und Drehbuchautor Guillermo Hermida ist in Asunción eingetroffen, um den Taller de Creación de Obras de Teatro Breves zu leiten, eine Vorbereitungsphase des Zyklus TIAtro en Corto, der vom Taller Integral de Actuación (TIA) veranstaltet wird. Ziel ist es, einen Raum für kollektives Schaffen für Dramatiker, Schauspieler, Studenten und aufstrebende Künstler zu bieten, mit Schwerpunkt auf kurzen Theatertexten.
Hermida, eine anerkannte Größe des zeitgenössischen unabhängigen Theaters, hat Drehbücher für argentinische Produktionen wie Hombres de Honor (Polka Producciones), Los Únicos, Atracción x 4 (Ideas del Sur) und Alma Pirata (Cris Morena Group) vorzuweisen. Sein eigenes Werk wurde auf Bühnen in Argentinien und Lateinamerika gezeigt und thematisiert menschliche Beziehungen und alltägliche Konflikte.
Das TIAtro en Corto unterscheidet sich vom konventionellen Format, indem es ein immersives Erlebnis bietet: Das Publikum wird verschiedene Räume des TIA durchqueren und dabei auf vielfältige Umgebungen, Genres und Geschichten stoßen. Die ausgewählten Texte werden am 29. Mai bekannt gegeben.
Neben dem Workshop umfasst der paraguayische Theaterkalender weitere Premieren. Das Duo Carola (Lali González) und Esther (Aldo Calabrese) kehrt mit dem dritten Stück des Spektakels Verídicas im Bar-Theater-Format zurück. Die Handlung reist in die Jugend der Schwestern in den 1990er Jahren und springt in die Gegenwart, als beide unerwartete Nachrichten erhalten. Die Aufführungen finden am 26. und 27. Mai sowie am 2., 3. und 4. Juni im Rock 66 (Cruz del Defensor Ecke Alberto de Souza) statt. Reservierungen unter der Telefonnummer 0982-398888.
Im Instituto Cultural Paraguayo-Alemán – Goethe-Zentrum kehrt das Stück Hablemos a Calzón Quitado unter der Regie von Juan Hannes Bürgin an den Samstagen, den 16. und 23. Mai sowie am 6. Juni, um 20 Uhr auf die Bühne zurück. Die Inszenierung thematisiert die falschen Bilder, die die Gesellschaft dem Mann aufzwingt und ihn von seiner Authentizität und seinen primären Impulsen entfernt. Zum Ensemble gehören Yosué Ayala, Emilio Caballero und Elvio Torres. Eintritt: G. 30.000 (oder zwei Eintrittskarten für G. 50.000).
Bereits Mujeres de Arena, ein dokumentarisches Werk, das auf wahren Fällen von Femizid in Ciudad Juárez (Mexiko) basiert, wird an diesem Freitag, dem 8. Mai, um 20:30 Uhr in der Casa Sigilos (Unión Club, Palma 751, 1. Stock) nur einmal aufgeführt. Geschrieben vom Mexikaner Humberto Robles und inszeniert von der Paraguayerin Nadia Capdevila, verwandelt das Stück Aussagen von Müttern, Töchtern und Aktivistinnen in Erinnerung und Widerstand. Vorverkauf: G. 50.000; an der Abendkasse: G. 70.000.