Paraguay führt größte Verlegung von Insassinnen in neues Frauengefängnis in Emboscada durch

Das Justizministerium Paraguays führte die Operation „Umbral 2.5“ durch und verlegte rund 225 Frauen aus sechs Gefängnissen in den neuen Strafvollzugskomplex für Frauen in Emboscada im Departamento Cordillera. Die Aktion zielt darauf ab, die weibliche Gefängnispopulation zu zentralisieren und die Haftbedingungen zu verbessern.

Paraguai realiza maior transferência de presas para novo presídio feminino em Emboscada
Paraguai realiza maior transferência de presas para novo presídio feminino em Emboscada

Das Justizministerium Paraguays führte in den frühen Morgenstunden dieses Montags (18.) die größte Verlegung von Insassinnen des nationalen Strafvollzugssystems im Rahmen der Operation „Umbral 2.5“ durch. Rund 225 inhaftierte Frauen wurden aus sechs Strafanstalten in den neuen Strafvollzugskomplex für Frauen in Emboscada (Comple) im Departamento Cordillera verlegt.

Die Operation begann gegen 2 Uhr und endete nach Angaben der Behörden ohne Zwischenfälle. Das größte Kontingent kam aus dem Frauengefängniszentrum „Juana María de Lara“ in Ciudad del Este, von wo 109 Insassinnen in fünf Fernbussen unter Eskorte der Nationalpolizei und Militärangehörigen der 3. Infanteriedivision „Carandayty“ gebracht wurden.

Aus dem Regionalgefängnis von Misiones in San Juan Bautista wurden 56 Frauen in zwei Bussen unter Aufsicht von Major Javier Constantini der Streitkräfte verlegt. Aus dem Regionalgefängnis von Concepción wurden rund 60 Insassinnen zum Comple gebracht, sodass nur noch 15 Inhaftierte in diesem Regionalgefängnis verblieben.

Das Justizministerium gab weder die Identität der Verlegten noch die Kriterien bekannt, nach denen entschieden wurde, wer in Regionalgefängnissen bleiben und wer zum Comple geschickt werden sollte. Die Behörde erklärte, die Umverteilung diene der Optimierung der Gefängnisverwaltung und der Gewährleistung besserer Unterbringungsbedingungen für die Frauen.

Schwangere Insassinnen oder solche mit kleinen Kindern erhalten eine besondere Behandlung und werden später in das Gefängniszentrum „Serafina Dávalos“ in Coronel Oviedo verlegt, wie das Ministerium mitteilte.