Die Generalrevision der Exekutive (AGPE) hat ein technisches Team entsandt, um eine vollständige Erhebung der über 800 Immobilien durchzuführen, die vom Sozialversicherungsinstitut (IPS) verwaltet werden. Die als historisch bezeichnete Aktion zielt darauf ab, die rechtliche Situation, die Mietverträge und die aktuellen Mietpreise von Immobilien im gesamten paraguayischen Hoheitsgebiet zu überprüfen.
Der Präsident des Verwaltungsrats des IPS, Isaías Ricardo Fretes, betonte nachdrücklich, dass die Verwaltung der Vermögenswerte der Einrichtung stets an Klarheit gemangelt habe. „Ich möchte wissen, wie viele Immobilien das IPS hat, wo sie sich befinden, wie viel für jede Miete gezahlt wird und wer sie mietet. Das war immer ein Geheimnis, aber die rechtmäßigen Eigentümer – das sind die Versicherten und die Unternehmer – müssen es wissen“, erklärte er.
Fretes legte eine besorgniserregende Diskrepanz zwischen dem offen, was das IPS aus der Nutzung seiner Immobilien erhalten sollte, und dem, was tatsächlich in die Kassen der Einrichtung fließt. Als Beispiel führte er an, dass auf einer Basis, auf der Einnahmen in Höhe von 10 Guaraní verbucht werden sollten, die Einrichtung kaum zwei erhält.
Zu den kritischen Punkten, die geprüft werden sollen, gehören ausgedehnte Flächen in der Region Chaco und Gebiete mit hohem kommerziellem Wert. „Es gibt über 400.000 Hektar des IPS im Chaco. Wer mietet sie? Wie viel wird gezahlt? Gleiches gilt für exklusive Immobilien wie die im Paraná Country Club. Das unverzichtbare Ziel ist es, all dies transparent zu machen“, betonte er.
Der Generalrevisor der Exekutive, Alberto Cabrera, bestätigte den Einsatz von fünf spezialisierten Fachkräften für die Feldarbeit innerhalb der Sozialversicherung. Die Techniker werden die Dokumentation, die die Eigentumsverhältnisse der Vermögenswerte und die wirtschaftlichen Bedingungen der aktuellen Mietverhältnisse untermauert, gründlich prüfen. „Wir wollen genau bestimmen, wie viele Immobilien tituliert sind, wie viel sie das IPS gekostet haben, wer sie mietet und zu welchen Werten“, erläuterte Cabrera. Es wird auch eine Kosten-Nutzen-Bewertung durchgeführt, um die notwendigen Investitionen in die Instandhaltung jeder Immobilie mit den Nettoeinnahmen zu vergleichen.
Die Behörden erkannten die Komplexität und das Ausmaß der Aufgabe an, da die vorläufigen Aufzeichnungen auf ein Universum von über 800 Immobilien unter Verwaltung der Sozialversicherung hinweisen. Der Prozess wurde als heikel, aber grundlegend für die Optimierung der staatlichen Ressourcen eingestuft.