Kälte verursacht bereits Ernteschäden bei Kleinbauern in Caaguazú

Die in den letzten Tagen in Caaguazú verzeichneten Tiefsttemperaturen haben bereits zu erheblichen Verlusten bei Kleinbauern von Gemüse geführt, insbesondere bei jenen, die Gurken im Freiland anbauen. In Coronel Oviedo berichten Landwirte von fast vollständigen Ernteausfällen auf den exponierten Flächen, während die durch Gewächshäuser geschützten Kulturen unbeschädigt bleiben. Die Direktion für Agrarerweiterung (DEAg) erklärte, die Lage zu beobachten und Techniker zur Schadensbewertung zu entsenden.

Die Tiefsttemperaturen in Caaguazú erreichten 6 °C, mit einer gefühlten Temperatur von etwa 3 °C, und beginnen bereits, erhebliche Verluste bei Kleinbauern von Gemüse zu verursachen, insbesondere bei jenen, die Gurken im Freiland anbauen. In Coronel Oviedo und benachbarten Distrikten trocknen die Blätter der Pflanzen schnell aus und die Produktion kommt praktisch zum Erliegen, wie Landwirte berichten.

Die Gurke, die sich in der Haupterntezeit befindet, ist die am stärksten betroffene Kultur. Die dem starken Frost ausgesetzten Anpflanzungen weisen schwere Schäden auf, und in vielen Fällen betrachten die Landwirte die Ernte als praktisch verloren. Andere Kulturen wie Locote und Tomaten haben ebenfalls ein verlangsamtes Wachstum, widerstehen aber noch.

Die durch Gewächshäuser geschützten Anpflanzungen hingegen bleiben in gutem Zustand. Allerdings können sich viele Kleinbauern diese Infrastruktur nicht leisten, deren Kosten bei etwa 12 Millionen Guaraníes liegen. Der Landwirt Adrián Vázquez, der 2.000 Gurkenpflanzen im Freiland und 1.500 im Gewächshaus hat, erklärte, dass die dem Frost ausgesetzten Pflanzen nach den letzten Frösten praktisch verloren seien. Er betonte, dass jede Pflanzung bis zu sechs Ernten pro Jahr einbringen könnte, die betroffenen jedoch nur zwei hervorgebracht hätten.

Vázquez forderte mehr Unterstützung von der Regierung für die Kleinbauern und erklärte, dass mit angemessener Hilfe die Produktion gesichert, das Leben der Landfamilien verbessert und der Bevölkerung erschwinglichere Produkte angeboten werden könnten. Er plädierte dafür, dass der Staat die Situation ernster nehme und echte Werkzeuge zur Stärkung der nationalen Produktion bereitstelle.

Die Leiterin der Direktion für Agrarerweiterung (DEAg) von Coronel Oviedo, Dr. Mirta Guerrero, teilte mit, dass das Team ständig Erhebungen durchführe und bisher keine offiziellen Verluste verzeichnet habe. Sie sagte, sie werde Techniker zum Grundstück von Adrián Vázquez schicken, um die Schäden zu bewerten und die notwendigen Maßnahmen zu seiner Unterstützung zu ergreifen. Guerrero fügte hinzu, dass die Überwachung der landwirtschaftlichen Produktion kontinuierlich erfolge, um auf jede Eventualität reagieren zu können.