Das paraguayische Theater erhält ein neues Kapitel mit der Premiere von „En penumbras“, einem Werk des Dramatikers Santiago Filártiga Lamar, das an diesem Freitag, dem 22. Mai, um 21 Uhr auf der Bühne des Auditoriums der Casa Argentina (Asunción) aufgeführt wird. Die Eröffnungssaison umfasst Vorstellungen am Samstag (23.) zur gleichen Zeit und am Sonntag (24.) um 20 Uhr.
Unter der Gesamtregie von Carlos Arbués besteht das Ensemble aus Regina Bachero, Calolo Rodríguez, Dani González, Chela Villagra und Karina Otazú. Die Handlung folgt zwei Paaren von Schwiegereltern, die sich zu einem lange aufgeschobenen formellen Abendessen treffen. Was unter dem Zeichen von Höflichkeit und sozialen Protokollen beginnt, zerfällt, als Groll, Ironien und Vorwürfe auftauchen und die Klassenspannungen sowie die Mechanismen diskursiver Unterdrückung hinter den guten Manieren offenlegen.
Filártiga Lamar zeichnet ein scharfes Röntgenbild familiärer Bindungen und sozioökonomischer Asymmetrien, indem er Situationen des absurden Realismus nutzt. Das Stück wird als stilistische und thematische Fortsetzung von „A la luz“ (2019) präsentiert, das 15 Aufführungen und über 1.000 Zuschauer in der paraguayischen Hauptstadt erreichte.
Die ausführende und allgemeine Produktion liegt bei Elenita Aquino, die auch als Regieassistentin fungiert. Zum technischen Team gehören Angie Pedrozo (Produktionsassistenz), Santiago Schaerer (Lichtdesign) und Samuel Paniagua (grafische Identität). Reservierungen können unter der Telefonnummer 0991 166 694 vorgenommen werden.