Die Stadtverwaltung von Asunción, unter der Leitung von Intendente Luis Bello, hat zwischen Januar und April 2026 90 % des städtischen Haushalts für Gehälter und Verwaltungsausgaben aufgewendet, sodass weniger als 8 % für Investitionen in die städtische Infrastruktur übrig blieben.
Barrio Manorá
Pytagua-Berichterstattung zu Barrio Manorá.
Der Stadtrat Álvaro Grau bezeichnete das Schreiben des Vertreters der Anleihegläubiger der Stadt, José Montero, an die Stadtverwaltung von Asunción als "verdeckte Drohung". Darin akzeptiert Montero die Zahlung von mehr als 90 Milliarden Guaraní für die fälligen Anleihen, behält sich jedoch für die Gläubiger das Recht vor, rechtliche Schritte einzuleiten.
Asunción steckt in einer Finanzkrise: Während der Amtszeit des ehemaligen Bürgermeisters Óscar „Nenecho" Rodríguez wurden mehr als 500 Milliarden Guaraníes aus der G8-Anleihe veruntreut, die ursprünglich für Regenwasserableitungsarbeiten vorgesehen war. Die derzeitige Verwaltung unter Luis Bello bezahlt Bauvorhaben aus laufenden Einnahmen, während die Anwohner unter mangelhaften öffentlichen Diensten litten – darunter schlaglochreiche Straßen, unregelmäßige Müllabfuhr und chaotischer Verkehr.
Die Stadtverwaltung von Asunción hat einen Abschnitt der Straße Presbítero Justo Román für 45 Tage wegen Regenwasserableitungsarbeiten im Einzugsgebiet von Santo Domingo gesperrt. Die Maßnahme isoliert die Viertel Manorá und Santo Domingo weiter, die bereits unter dem Verkehrskollaps leiden. Die vom ehemaligen Bürgermeister Óscar Rodríguez mit Mitteln aus den G8-Anleihen versprochenen Bauarbeiten sind verspätet und von Anschuldigungen der Mittelveruntreuung geprägt.