Asunción steckt in einer Finanzkrise: Während der Amtszeit des ehemaligen Bürgermeisters Óscar „Nenecho" Rodríguez wurden mehr als 500 Milliarden Guaraníes aus der G8-Anleihe veruntreut, die ursprünglich für Regenwasserableitungsarbeiten vorgesehen war. Die derzeitige Verwaltung unter Luis Bello bezahlt Bauvorhaben aus laufenden Einnahmen, während die Anwohner unter mangelhaften öffentlichen Diensten litten – darunter schlaglochreiche Straßen, unregelmäßige Müllabfuhr und chaotischer Verkehr.
Carlos Pereira
Pytagua-Berichterstattung zu Carlos Pereira.
Eine Bewohnerin des Stadtteils Cañada del Ybyray zeigt an, dass ihr Haus im Rahmen einer unrechtmäßigen Zwangsräumung zerstört wurde, während ein mutmaßliches System des Direktverkaufs von Gemeindegrundstücken in noblen Gegenden der Hauptstadt weiterhin operiert, mit Anzeichen von Korruption und Druck auf prekäre Bewohner.
Der Bau des Regenwasserableitungssystems im Stadtteil San Pablo in Asunción kommt unter der Verwaltung von Bürgermeister Luis Bello nur langsam voran, während die Anwohner neue Unwetter fürchten. Das Projekt, finanziert mit Mitteln aus den G8-Anleihen von 2022, wurde durch Zahlungsverzögerungen an den Auftragnehmer und die Zweckentfremdung von Geldern unter der vorherigen Verwaltung von Ex-Bürgermeister Óscar „Nenecho“ Rodríguez gestoppt.
Carlos Pereira, Bürgermeisterkandidat von Encarnación, beklagt den Mangel an Kinderchirurgen im Instituto de Previsión Social (IPS) und im öffentlichen Gesundheitssystem von Itapúa, der Familien dazu zwingt, notfallmäßig in Asunción Behandlung zu suchen.
Die paraguayische Abgeordnetenkammer hat eine Reihe von Auskunftsersuchen zu verdächtigen Ausschreibungen beim Instituto de Previsión Social (IPS) im Gesamtwert von 63 Millionen US-Dollar gebilligt. Abgeordnete verschiedener Parteien forderten, den ehemaligen Präsidenten der Behörde, Jorge Brítez, strafrechtlich zu belangen, während sie den amtierenden Präsidenten Isaías Fretes dafür kritisierten, bislang keine formelle Anzeige erstattet zu haben.
Im Zuge von Anschuldigungen von Stadtratskandidaten über angebliche schwarze Kassen im Mercado 4 und im Busbahnhof von Asunción hat der Marktdirektor Alejandro Buzó die Vorwürfe als 'urbane Legenden' bezeichnet und erklärt, die Einnahmen seien vollständig transparent. Er forderte die Ankläger auf, konkrete Beweise vorzulegen.