Der Abgeordnete für Boquerón, Francisco Petersen (ANR), erkannte die Veränderung der Straßeninfrastruktur im Chaco in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren an, warnte jedoch, dass weite Gebiete von Alto Paraguay während der Regenzeit weiterhin kritisch isoliert seien. In einem Interview erklärte Petersen, dass die Asphaltdecke, die früher nur bis Mariscal Estigarribia reichte, bis nach Infante Rivarola an der Grenze zu Bolivien verlängert wurde.
Der Gesetzgeber bezeichnete den Bau des Abschnitts 1 des Biozeanischen Korridors, der Carmelo Peralta mit Centinela und Loma Plata verbindet und erstmals das Departamento Alto Paraguay mit Boquerón und der Ruta Transchaco verbindet, als „große Erleichterung“. Er betonte jedoch, dass die dringende Verpflichtung bestehe, die Bevölkerungen im Norden von Alto Paraguay aus der chronischen Isolation zu befreien.
Ortschaften wie Toro Pampa, María Auxiliadora, Bahía Negra und die Departamentshauptstadt Puerto Olimpo bleiben auf dem Landweg unerreichbar. Die ständigen Regenfälle unterbrechen die unbefestigten Straßen und verhindern den Verkehr von leichten und schweren Fahrzeugen, die für den Abtransport der Viehproduktion unerlässlich sind. Petersen bedauerte, dass sich diese Situation Jahr für Jahr wiederhole.
Aufgrund des unpassierbaren Zustands der Wege sind die Bewohner von Bahía Negra und Puerto Olimpo fast ausschließlich auf den Flusstransport bis nach Carmelo Peralta angewiesen, von wo aus sie auf der Straße zu den Verteilzentren gelangen können. Der Abgeordnete bezeichnete die derzeitige Situation als „ziemlich kritisch“ und forderte endgültige Straßenlösungen für die Region.