Die günstige Agrarkampagne 2025/2026 zeigt weiterhin positive Ergebnisse für den paraguayischen Sojasektor. Bis Ende April erreichten die Sojabohnenexporte 3.935.833 Tonnen – ein Anstieg von 1.069.923 Tonnen oder 37 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus dem Außenhandelsbericht der paraguayischen Kammer der Exporteure und Vermarkter von Getreide und Ölsaaten (Capeco) hervorgeht.
Die größere Verfügbarkeit der Bohne ermöglichte auch eine verstärkte industrielle Verarbeitung, was die Exporte von Derivaten wie Öl und Pellets ankurbelte. Sonia Tomassone, Außenhandelsberaterin von Capeco, erklärte, dass die hohe weltweite Nachfrage nach pflanzlichen Proteinen für die Tierproduktion sowie der Boom bei Biokraftstoffen das Wachstum der Industrialisierung des Sojakomplexes begünstigt hätten.
Laut dem Bericht erzielten die Exporte des Sojakomplexes bis April Einnahmen von 1,929 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 1,394 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres – ein bedeutender positiver Impuls für die nationale Wirtschaft.
83 % der Lieferungen gingen nach Argentinien, 10 % nach Brasilien. Die restlichen 7 % verteilten sich auf Saudi-Arabien, die USA, Uruguay und Chile.
Die Rangliste der Exporteure wird von Cargill mit 20 % angeführt, gefolgt von Bunge mit 19 %. Dahinter liegen ADM und Copagra mit je 9 %, Cofco mit 8 %, Francisco Vierci mit 6 %, Agrofértil mit 5 %, LDC mit 4 %, Cooperativa Colonias Unidas mit 3 % und C. Vale mit 2 %.
Bei den Landexporten führt C. Vale mit 17 %, gefolgt von LAR mit 15 %, Agrofértil mit 11 %, Cargill mit 9 % und Somax mit 8 %. Insgesamt waren 40 Unternehmen an den Sojaexporten der Ernte 2025/2026 bis Ende April beteiligt.