Das auf organisierte Kriminalität spezialisierte Strafgericht, bestehend aus den Richtern Federico Rojas, Dina Marchuk und María Luz Martínez, hat den Beginn der mündlichen Verhandlung gegen Alexandre Rodríguez Gomes, Sohn des verstorbenen Abgeordneten Eulalio Lalo Gomes, auf den 3. Juni anberaumt. Er wird wegen mutmaßlichen internationalen Drogenhandels, Geldwäsche, krimineller Vereinigung und weiterer Delikte angeklagt.
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll der Gomes-Clan – bestehend aus dem Vater, dem Sohn und der Firma Paraguay Autopartes y Accesorios SA – G. 175.526 Millionen durch Transaktionen zwischen 2015 und 2021 in das Finanzsystem eingeschleust haben. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass sie während der Pandemie Geld des Drogenhändlers Jarvis Chimenes Pavão gewaschen haben. Pavão wurde im Dezember 2017 nach Brasilien ausgeliefert.
Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass Alexandre Rodríguez Gomes eine transnationale kriminelle Organisation angeführt haben soll, bestehend aus Paraguayer, Brasilianern und Bolivianern, die sich dem Erwerb von Drogen wie Kokain, Kokapaste und Marihuana widmete – von den Produktionsgebieten bis zum Vertrieb und der Platzierung auf verschiedenen Verbrauchermärkten.
Im Prozess werden 383 Beweismittel vorgelegt, zusätzlich zu sieben internationalen Rechtshilfeersuchen. Für die Einziehung werden fünf Grundstücke angeboten. Außerdem wurden sieben Immobilien auf den Namen der FRG Constructora SA, 19 Fahrzeuge und Rinder beschlagnahmt, deren Beweismittel die Anklage während des Verfahrens vorlegen wird.