Die Ermittlungen zum Netzwerk des verstorbenen Abgeordneten Lalo Gomes laufen weiter und könnten neue Namen zutage fördern. Bereits jetzt haben sie zur Anklage gegen den ehemaligen Abgeordneten Orlando Arévalo sowie die ehemaligen Richterinnen Carmen Silva und Ana Aguirre geführt, denen der mutmaßliche Austausch von Gefälligkeiten im Zusammenhang mit dem Richteranklageverfahren (Jurado de Enjuiciamiento de Magistrados) vorgeworfen wird.
Eulalio Gomes Batista
Pytagua-Berichterstattung zu Eulalio Gomes Batista.
Die liberale Senatorin Celeste Amarilla erklärte, es gebe weitere Politiker mit einem ähnlichen Profil wie der verurteilte Ex-Senator Erico Galeano, doch fehlten ihr noch Beweise, um sie öffentlich zu belasten. Die Aussagen entfachen die Debatte über den Einfluss der organisierten Kriminalität auf die Politik und die Wahlkampffinanzierung in Paraguay neu.
Generalstaatsanwalt Emiliano Rolón hat zwei neue Spezialeinheiten für Cyberkriminalität geschaffen und die Staatsanwälte Lorenzo Lezcano und Federico Delfino dorthin versetzt, während Lezcano aufgrund mutmaßlicher Verbindungen zum verstorbenen Abgeordneten Eulalio Gomes Gegenstand einer Voruntersuchung des Richteranklagegerichts ist.
Das Strafgericht hat den Beginn der mündlichen Verhandlung gegen Alexandre Rodríguez Gomes, Sohn des verstorbenen Abgeordneten Eulalio Lalo Gomes, auf den 3. Juni festgesetzt. Ihm werden internationaler Drogenhandel, Geldwäsche und kriminelle Vereinigung vorgeworfen. Die Anklage besagt, dass der Gomes-Clan zwischen 2015 und 2021 G. 175.526 Millionen bewegt und Geld des Drogenhändlers Jarvis Chimenes Pavão gewaschen haben soll.