Die paraguayische Küche erlebt einen Wandel und eine Professionalisierung, und die Gastronomik 2026 etabliert sich als wichtigster Treffpunkt für Köche, Unternehmer, Produzenten und Gastronomieliebhaber. In diesem Jahr dreht sich die Veranstaltung um das Konzept „#MásAlto“, das laut Managerin Carla Núñez nicht nur darauf abzielt, die Messe zu erweitern, sondern den Standard der gesamten lokalen Gastronomiebranche anzuheben.
„Wir möchten, dass jeder, der kommt, das Gefühl hat, dass die paraguayische Gastronomie auf einem anderen Niveau sein kann und sollte“, sagte Núñez. Sie betonte, dass die Gastronomik der einzige Ort sei, an dem man an zwei Tagen alles sehen, probieren, lernen und vernetzen könne, was in der paraguayischen und regionalen Gastronomie passiere, und dass sie als Schlüsselplattform für das Wachstum des HORECA-Sektors (Hotels, Restaurants und Cafés) fungiere.
Zu den zentralen Achsen der Ausgabe gehören die Zukunft der Küche und die Integration von Technologie in den Bereich. Núñez kündigte an, dass es Vorträge und Erfahrungen zu intelligenten Managementsystemen, Zero-Waste-Küche, Nachhaltigkeit und betrieblicher Effizienz geben werde. „Wir möchten zeigen, wie man Technologie einsetzen kann, ohne die Seele des Gerichts zu verlieren“, erklärte sie.
Der Fokus auf lokale Produzenten wird ebenfalls hervorgehoben, mit Initiativen wie der handgefertigten Keramik aus Areguá und den Datteln aus dem Chaco, die von La Herencia entwickelt wurden. „Das paraguayische Publikum möchte nicht nur gut essen; es möchte wissen, woher das kommt, was es konsumiert, und dass es einen Sinn hat“, betonte die Managerin.
Neben Verkostungen und Ausstellungen wird die Gastronomik 2026 Workshops, technologische Aktivierungen und immersive Erlebnisse bieten. Der Experte Andrés Ugaz wird sich mit neuen gastronomischen Routen und regionalen Trends befassen. Es wird auch interaktive Bereiche geben, in denen das Publikum intelligente Kochtechnologien ausprobieren und Innovationen für Restaurants und Hotels kennenlernen kann.
Núñez betonte, dass einer der wertvollsten Aspekte der Veranstaltung die Geschäftskontakte seien, die während der zwei Messetage geknüpft würden. „Oft werden die wichtigsten Geschäfte nicht an den Ständen abgeschlossen, sondern in den Gängen oder während der Aktivierungen“, sagte sie. Laut ihr sei die Gastronomik zu einem Raum geworden, in dem strategische Allianzen, neue Projekte und Expansionsmöglichkeiten für Marken und gastronomische Unternehmer entstünden.
Die Organisation setzt darauf, dass diese Ausgabe einen Vorher-Nachher-Effekt für die lokale Industrie markiert. „#MásAlto ist nicht mehr nur ein Konzept, und wir möchten, dass es für den Sektor Realität wird“, fasste Núñez zusammen. In einem Markt, in dem die paraguayische Gastronomie zunehmend regionale Sichtbarkeit gewinnt, möchte die Gastronomik 2026 sich als Schaufenster etablieren, in dem das Land die Zukunft seiner Küche, seiner Identität und seines Geschäftspotenzials präsentiert.