Indigener Gemeinderatskandidat stirbt nach Schussangriff in Cerro Corá

Eulalio Aquino, Gemeinderatskandidat der Colorado-Partei und Sprachförderer der Paĩ Tavyterã, starb nach einem Schussangriff vor seinem Haus in Amambay. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden erlitt er drei Schussverletzungen und konnte wegen seines kritischen Zustands nicht verlegt werden.

Indigener Gemeinderatskandidat stirbt nach Schussangriff in Cerro Corá

Eulalio Aquino, Gemeinderatskandidat für den Bezirk Cerro Corá im Departamento Amambay, starb am Freitagabend, dem 22. Mai, an den Verletzungen eines Schussangriffs, der sich einige Stunden zuvor vor seinem Wohnhaus ereignet hatte. Dies bestätigte Pablo Ayala, Direktor der 13. Gesundheitsregion.

Nach Angaben Ayalas wies Aquino drei Schussverletzungen auf: eine am Kopf mit Austrittsöffnung, eine am Bauch und eine weitere, die einen Oberschenkel durchschlug und im anderen stecken blieb. Der Kopfschuss führte zu einem Verlust von Hirnmasse. Sein Zustand war so kritisch, dass eine Verlegung in ein anderes medizinisches Zentrum nicht möglich war.

Aquino galt als Förderer indigener Sprache, insbesondere in der Gemeinschaft Paĩ Tavyterã. Er arbeitete im Sekretariat für indigene Angelegenheiten der Gouverneursverwaltung von Amambay und war außerdem als Lehrer tätig. Für die Colorado-Partei kandidierte er für einen Sitz im Gemeinderat von Cerro Corá.

Ersten Berichten zufolge bereitete sich Aquino in seinem Haus auf eine Versammlung vor, als mehrere Personen auf einem Motorrad eintrafen. In der Annahme, es handele sich um eingeladene Gäste, ging er ihnen entgegen. Die unbekannten Angreifer eröffneten daraufhin das Feuer.