An diesem Samstag, dem 23. Mai, um 17 Uhr öffnet die Matices Art Gallery (Cruz del Defensor 241, in Asunción) ihre Türen für La memoria de los árboles, eine neue Einzelausstellung von Félix Toranzos. Die Eröffnung ist Teil des Rundgangs der 12. Ausgabe der Noche de Galerías, einer Veranstaltung des Verbandes der Kunstgalerien Paraguays (ASGAPA), die gleichzeitig zwanzig Kunsträume der Hauptstadt vereint. Der Eintritt ist frei.
Unter der Kuratierung des Kritikers und Forschers Albán Martínez Gueyraud distanziert sich die Schau von rein landschaftlichen oder folkloristischen Lesarten. Im Kuratorentext heißt es, dass in Toranzos’ Kosmogonie „der Baum seinen botanischen Zustand übersteigt, um sich als fundamentales Gerät der Erinnerung zu erheben“. Die Ausstellung entfaltet sich als visueller Essay über Vernetzung und das Wesen des Lebendigen.
Der Kurator betont, dass Toranzos „unseren Blick subtil von der Krone – dem Offensichtlichen und Ornamentalen – ablenkt und ihn zur Beredsamkeit der Äste, der Stämme, des Stammes und der Wurzel lenkt“. Durch stilisierte Silhouetten unterstreicht der Künstler, dass das Überleben – sowohl des natürlichen Ökosystems als auch des historischen Gedächtnisses – in dem liegt, was dem oberflächlichen Blick gewöhnlich unsichtbar bleibt.
Die Serie thematisiert die Rolle der Natur angesichts von Entwurzelung und sozialer Entfremdung. Die Kuratierung warnt: „Toranzos’ Vorschlag mahnt uns, dass Bäume die unsichtbaren Pfeiler unserer Existenz sind. So wie sie die Lebenszyklen regulieren und die Luft reinigen, sucht dieses Werk unseren Blick zu reinigen, indem es uns zwingt, uns als Teil desselben Geflechts zu erkennen.“
Die Ausstellung läuft bis Dienstag, den 23. Juni, mit einer speziellen Führung am Samstag, den 13. Juni, von 10:30 bis 12:00 Uhr. Die Noche de Galerías, die zum Kulturgut und touristischen Interesse erklärt wurde, bietet am Eröffnungstag von 17 bis 22 Uhr ein kostenloses Bussystem mit spezialisierten Guides und Monitoren, die an lokalen Kunstinstitutionen ausgebildet wurden.