In Luque, Paraguay, stehen die Kommunalwahlen an und viele der bisherigen Stadträte wollen ihre Ämter behaupten oder sogar den Posten des Bürgermeisters übernehmen. Doch ihre Vergangenheit ist von Kontroversen und Korruptionsvorwürfen geprägt.
Laut dem Bericht von ABC Color suchen sieben der zwölf Stadträte ihre Wiederwahl, während drei von ihnen den Posten des Bürgermeisters anstreben. Doch in den letzten vier Jahren haben sie die mangelnde Transparenz in der Verwaltung des Bürgermeisters Carlos Echeverría (ANR-HC) gebilligt.
Der liberale Stadtrat Manuel "Manolo" Achucarro, der sich jetzt als "neues Blut des Liberalismus in Luque" präsentiert, hat in seiner über zehnjährigen Amtszeit als Teil des "blau-roten Pakts" zwischen Liberalen und Cartisten umstrittene Ausschreibungen und fragwürdige Rechenschaftsberichte von Bürgermeister Echeverría genehmigt.
Die liberale Stadträtin Belén Maldonado, die jetzt für den Partido Participación Ciudadana kandidiert, hat dagegen eine gewisse Opposition in der Stadtratsversammlung geübt, wurde aber von ihren liberalen Kollegen nicht unterstützt und sogar systematisch angegriffen.
Der cartistische Stadtrat Diego Romero, der jetzt von sugestiven juristischen Belästigungen spricht, hat ebenfalls eine gewisse Opposition geübt, während die cartistischen Stadträte Arnaldo Baeza, Enrique Quintana und Iván Velázquez, die sich jetzt als "anders" präsentieren, in der Vergangenheit die Transparenz behindert und sich feindlich gegenüber Bürgern und Oppositionellen verhalten haben.
Die Wahlen in Luque finden in einer Stadt statt, die chaotisch wächst und von Korruptionsvorwürfen und mangelnder Transparenz geprägt ist. Der Bürgermeister Carlos Echeverría versucht sogar, juristisch gegen die Veröffentlichung von Rechenschaftsberichten vorzugehen.