Techniker des Ministeriums für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) haben einen landwirtschaftlichen Betrieb im Distrikt Tavaí, Departement Caazapá, geschlossen, nachdem sie die Beseitigung von einheimischem Wald auf einer Fläche von etwa 12 Hektar festgestellt hatten. Bei der Inspektion fanden die Beamten verstreute Überreste von Baumstämmen, Wurzeln und Pflanzenabfällen sowie Hinweise auf die Vorbereitung des Geländes für den Sojaanbau.
Die Gesamtheit der Beweise wurde von den Inspektoren als Teil desselben Prozesses der Umwandlung der Bodennutzung interpretiert, was die Formalisierung des Eingriffs motivierte. Das Verfahren umfasste eine fotografische Dokumentation und einen Drohnenüberflug, um das betroffene Gebiet zu vermessen.
Angesichts der Unregelmäßigkeiten erstellten die Techniker einen Bußgeldbescheid und übergaben dem Verantwortlichen des Betriebs eine Benachrichtigung. Der Bericht wird an die Direktion für Rechtsberatung des Mades weitergeleitet, um den Fall gemäß der geltenden Umweltgesetzgebung weiterzuverfolgen.
Nach Angaben des Nationalen Forstinstituts (Infona) erfolgt ein Großteil der Landnutzungsänderungen in der Region illegal. Schätzungen zufolge sind 90 % der Abholzung in der Ostregion illegal, was zu einer Verschärfung der Strafen geführt hat.
Das Gesetz Nr. 6676/20 verbietet die Umwandlung von Flächen mit Waldbedeckung und sieht Verwaltungssanktionen durch Mades und Infona sowie eine Freiheitsstrafe von drei bis acht Jahren auf gerichtlicher Ebene vor. Die Geldstrafen entbinden den Täter nicht von der Verpflichtung, den Umweltschaden zu beheben und die verursachten Schäden zu ersetzen.