Die mexikanische Regierung hat bekannt gegeben, dass sie seit 2018 269 Auslieferungsersuchen an die USA gestellt hat, von denen bislang keines umgesetzt wurde. In einer offiziellen Pressekonferenz erläuterten mexikanische Behörden, dass Dutzende von Anträgen weiterhin ungelöst seien, die meisten noch im Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren.
Präsidentin Claudia Sheinbaum betonte, dass die justizielle Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf Gegenseitigkeit beruhen müsse. Die Erklärung erfolgt vor dem Hintergrund diplomatischer Spannungen, während die mexikanische Regierung Washington zu konkreten Antworten zu den offenen Fällen drängt.
Die Daten wurden im Rahmen einer Bilanz der bilateralen Beziehungen vorgelegt, die auch Sicherheits- und Handelsthemen umfasst. Sheinbaum hatte die Angelegenheit bereits in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump angesprochen, doch bisher gab es keine nennenswerten Fortschritte bei den Auslieferungen.