Der Minister für Industrie und Handel, Marco Riquelme, besuchte am Mittwoch den Bezirk Ayolas im Departamento Misiones, um Flächen für die Ansiedlung neuer Industrieparks zu bewerten. Zur ministeriellen Delegation gehörten der Vizeminister für Handel, Alberto Sborovsky, und der Vizeminister für Industrie, Javier Viveros, die mit dem örtlichen Bürgermeister Carlos Duarte (ANR-HC), Gemeinderäten und Vertretern der Handelskammer von Ayolas zusammentrafen.
An dem Treffen nahmen auch Techniker der Binationalen Entität Yacyretá (EBY) teil, darunter Ingenieur Carlos Yorg, Bauleiter für Aña Cua am rechten Ufer, Ronny Ayala, paraguayischer Leiter der Technischen Abteilung des Kraftwerks, sowie Lucio Belotto, Finanzchef der Entität. Ziel war es, die Bemühungen zwischen der Gemeinde, der EBY und dem Ministerium abzustimmen, um die notwendige Infrastruktur zu ermöglichen.
Riquelme erklärte, der Besuch sei Teil eines nationalen Raumordnungsplans, einer wesentlichen Voraussetzung, um paraguayische und ausländische Investoren anzuziehen. Dem Minister zufolge ist es notwendig, Industriezonen zu ordnen und grundlegende Dienstleistungen wie Strom, Wasser und Zufahrtswege sicherzustellen. Er hob die Strategie hervor, den derzeit an Brasilien abgegebenen Energieüberschuss in künftige Industriegebiete zu lenken und so die wirtschaftliche Entwicklung in verschiedenen Regionen des Landes zu fördern.
Während des Besuchs wurde der Raumordnungsplan von Ayolas vorgestellt, eine Initiative, die als entscheidend gilt, da derzeit nur 40 der 248 Gemeinden Paraguays über eine solche Planung verfügen. Der Minister äußerte den Wunsch, dass Ayolas eine der nächsten Gemeinden sein möge, die diese Etappe umsetzt und so die Anziehung von Kapital erleichtert.
Bürgermeister Carlos Duarte erklärte, der Bezirk biete günstige Voraussetzungen für die Ansiedlung von Industrien und die technischen Gespräche seien erheblich vorangekommen. „Wir sind in der Lage, noch vor Jahresende mindestens einen Industriebetrieb aufzunehmen. Wir verfügen über physischen Raum und elektrische Energie“, erklärte Duarte. Er betonte, dass die Ansiedlung dieser Unternehmen darauf abziele, lokale Arbeitsplätze zu schaffen und sich positiv auf die Familien der Region auszuwirken.