Das paraguayische Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) hat über die Nationale Direktion der Patrulla Caminera eine offizielle Warnung vor einer neuen digitalen Betrugsmasche herausgegeben, die sich gegen Autofahrer in Paraguay richtet. Die Behörde stellte eindeutig klar, dass sie keine Instant-Messaging-Apps nutzt, um Verkehrsverstöße mitzuteilen oder die Zahlung von Bußgeldern zu fordern.
Diese Warnung erfolgt nach zahlreichen Beschwerden von Fahrzeuglenkern, die Textnachrichten von Personen erhalten haben, die nichts mit der Behörde zu tun haben und sich krimineller Absichten wegen als Kontrolleure ausgeben. Die Patrulla Caminera betonte erneut, dass das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren die persönliche Ausstellung eines physischen Strafzettels durch den Beamten am Tatort vorsieht. Zudem erfolgen Zahlungen ausschließlich an offiziell vom Staat autorisierten Kassenstellen.
Unter keinen Umständen fordert die Behörde direkte Banküberweisungen oder Geldsendungen über elektronische Geldbörsen mittels Links oder Anfragen per Mobiltelefon. Laut einem technischen Bericht des MOPC weisen die betrügerischen Nachrichten grobe Unstimmigkeiten auf, anhand derer Nutzer den Betrugsversuch erkennen können.
Zu den häufigsten Fehlern gehört die Verwendung der erfundenen Bezeichnung „Ministerio de Comunicaciones Públicas", ein Name, der im staatlichen Gefüge Paraguays nicht existiert. Die gefälschten Mitteilungen werden in der Regel über WhatsApp von Nummern mit internationalen Vorwahlen versendet, die nicht dem paraguayischen Ländercode (+595) entsprechen. Die Behörden raten Autofahrern, diese Kontakte zu blockieren, keine persönlichen Daten preiszugeben und die Echtheit von Verfahren ausschließlich über offizielle Kanäle zu überprüfen.