Der Distrikt Obligado, bekannt als Hauptstadt des Genossenschaftswesens, beginnt an diesem Wochenende die Feierlichkeiten zu seinem 114. Gründungsjubiläum, das auf den 25. Mai 1912 durch den argentinischen Großgrundbesitzer Pastor Servando Obligado zurückgeht. Das Programm umfasst ein religiöses Fest, einen zivil-militärisch-schulischen Umzug, Sportturniere und den eigenwilligen „Hendy Challenge“, ein Schlammfußrennen, das für den 31. Mai in Puerto Obligado angesetzt ist.
Die Aktivitäten beginnen am Donnerstag mit einem intermunicipalen Sporttreffen im Club Alemán. Am Samstag findet ab 19 Uhr das Fest zu Ehren von María Auxiliadora in der Grotte María Auxiliadora statt, während die Stadtteilmeisterschaft um 18 Uhr im Polideportivo Santa Rita entschieden wird. Am Sonntag startet der ländliche Etappenlauf über 5 und 10 Kilometer um 7 Uhr vom Saal Paraná Eventos, und das nationale Motorradtreffen findet in Puerto Obligado statt. Um 17 Uhr wird das Bildnis der Jungfrau María Auxiliadora in einer Prozession zur Casa de la Cultura überführt.
Am Jahrestag, Montag, zieht ab 8 Uhr ein zivil-militärisch-schulischer Umzug über die Avenida Gaspar Rodríguez de Francia. Der Distrikt, der 471 km² umfasst und laut Zensus 2022 des Instituto Nacional de Estadística (INE) 13.606 Einwohner zählt, wurde am 20. Mai 1955 zum Distrikt erhoben. Seine ersten Siedler waren deutsche Einwanderer aus Südbrasilien, die von fruchtbaren und günstigen Böden angelockt wurden, und die Region wuchs um die Genossenschaft Colonias Unidas (gegründet 1953) und das Colegio San Blas (gegründet 1951).
In Caacupé feierte die Schulgemeinschaft der Grundschule Nr. 278 „Dr. Raúl Peña“ in der Compañía Cabañas am Dienstag ihr hundertjähriges Bestehen. Der Festakt versammelte Schüler, Lehrkräfte, Ehemalige und Familien mit Ehrungen für frühere Lehrer und Absolventen, die die Geschichte der Einrichtung geprägt haben. Höhepunkt war der Schülerumzug über die Avenida Gaudioso Núñez, bei dem die Schüler eine große paraguayische Flagge und Plakate zum Jubiläum trugen und so das Zugehörigkeitsgefühl und die Verbundenheit zwischen Schule und Nachbarschaft stärkten.