Widerspruch im Wahlkampf: Ñembys Stadtrat verspricht Hilfe für Alleinerziehende, soll aber eigenen Unterhalt schulden

Der Stadtrat von Ñemby und Wiederwahlkandidat Marcelo Martínez wirbt mit Versprechungen für Alleinerziehende und Unternehmerinnen. Doch laut Berichten von El Nacional soll er selbst seit über zwei Monaten keinen Kindesunterhalt für seine eigenen Kinder gezahlt haben – ein Widerspruch, der seine Glaubwürdigkeit infrage stellt.

Precandidato a vereador promete apoio a mães solteiras, mas enfrenta denúncias de pensão alimentícia não paga
Precandidato a vereador promete apoio a mães solteiras, mas enfrenta denúncias de pensão alimentícia não paga

Im Kommunalwahlkampf von Ñemby setzt der amtierende Stadtrat Marcelo Martínez auf ein soziales Profil. In einem auf sozialen Medien verbreiteten Video verspricht er, sich künftig besonders für alleinerziehende Mütter und Unternehmerinnen einzusetzen. „Wir werden genau die Unterstützung für alleinerziehende Mütter und auch für diejenigen, die unternehmerisch tätig sind, vorantreiben“, sagte der Kandidat der Liste 6, der gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Julio Valleys antritt. Das berichtet die paraguayische Zeitung El Nacional.

Doch die Ankündigung stößt auf scharfe Kritik. Nach Informationen von El Nacional soll Martínez seit mehr als zwei Monaten keinen Kindesunterhalt für seine eigenen Kinder gezahlt haben. Die Vorwürfe stammen aus nicht näher bezeichneten Denunziationen, die in sozialen Netzwerken kursieren. Kritiker sehen darin einen eklatanten Widerspruch zwischen den öffentlichen Versprechungen und dem privaten Verhalten des Politikers.

Die Affäre wirft ein Schlaglicht auf die Glaubwürdigkeit von Wahlversprechen in der Gemeinde Ñemby. Während Martínez mit einem Bild des sozialen Engagements wirbt, stellen die unbestätigten Unterhaltsvorwürfe seine persönliche Integrität infrage. El Nacional zitiert keine offiziellen Stellungnahmen des Kandidaten zu den Vorwürfen.