San Jerónimo erstrahlt in neuem Licht: Senatur-Projekt lockt Nachttouristen an

Die paraguayische Tourismusbehörde Senatur hat ein Beleuchtungsprojekt im historischen Barrio San Jerónimo in Asunción gestartet, um das Viertel auch nachts für Besucher attraktiv zu machen. Mit warmen Lichtern werden Gassen, Ecken und das Oratorium hervorgehoben, während die Identität des ersten Touristenviertels der Hauptstadt bewahrt werden soll.

Unter einem Bogen aus warmem Licht zeigen die engen Gassen des Barrio San Jerónimo nach Einbruch der Dunkelheit ein neues Gesicht. Die von der Secretaría Nacional de Turismo (Senatur) installierte Beleuchtung verwandelt das traditionelle Viertel in Asunción in eine intime Postkarte, in der das alte Kopfsteinpflaster und die bunten Wände einen einladenden Glanz erhalten.

Das Projekt ist Teil der Revitalisierungsstrategie von Senatur für das erste Touristenviertel der Stadt. Ziel ist es, die kulturelle und historische Identität des Barrios zu betonen und gleichzeitig Nachttouristen anzulocken. Die Beleuchtung umfasst die schmalen Gassen, Kreuzungen und das emblematische Oratorium, sodass sowohl Anwohner als auch Besucher die Schönheit des Viertels auch in den Abendstunden genießen können.

Die Eingriffe wurden laut Senatur dezent und respektvoll gestaltet, mit warmen Lichtern, die die traditionelle Architektur und die Gemeinschaftsräume begleiten. „Die Strategie von Senatur basiert von Anfang an auf der Zusammenarbeit mit den legal konstituierten Nachbarschaftsorganisationen von Loma San Jerónimo, um die Gemeinschaft selbst zur Protagonistin der touristischen Entwicklung zu machen“, erklärte Tourismusminister Jacinto Santa María Ammatuna.

Er betonte, dass die Bewahrung der kulturellen Identität des Ortes eine Priorität sei: „Es ist für Senatur eine Priorität, die kulturelle Identität und das Wesen des Viertels zu bewahren, während wir neue Attraktionen und die Modernisierung des Tourismus in Asunción vorantreiben.“

Zu den städtebaulichen Verbesserungen sagte er, dass die Wiederherstellung von Fassaden und die Integration von Wandmalereien darauf abzielen, die Erinnerung und Authentizität von San Jerónimo zu erhalten. „Die Aufwertung der Umgebung durch die Restaurierung und Bemalung der Fassaden unter Respektierung der ursprünglichen Farben trägt zur Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses der Gemeinschaft bei“, so der Minister.

Das Projekt begleitet auch gemeinschaftliche und kulturelle Initiativen wie Muralismus-Workshops, Unterstützung für Unternehmer und traditionelle Feste des Viertels, darunter das San Juan Loma San Jerónimo und die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Oratoriums und des Club Loma San Jerónimo.