Soledad Núñez attackiert Samaniego und Pérez: „Sie sind mehr vom Gleichen“

Die Bürgermeisterkandidatin Soledad Núñez (Alianza Unidos por Asunción) wirft den Colorado-Bewerbern Arnaldo Samaniego und Camilo Pérez vor, die Politik des amtierenden Bürgermeisters Óscar Rodríguez fortzusetzen. Sie fordert eine drastische Reduzierung der Stadtverwaltung und kritisiert die politische Instrumentalisierung der Kommunalverwaltung.

Die Bürgermeisterkandidatin Soledad Núñez von der Alianza Unidos por Asunción hat am Donnerstag in einem Interview mit ABC TV die Colorado-Bewerber Arnaldo Samaniego und Camilo Pérez scharf attackiert. Sie bezeichnete beide als „Fortsetzung“ der Amtszeit von Bürgermeister Óscar Rodríguez. „Beide brauchen die Parteimaschinerie innerhalb von Asunción. Die Stadtverwaltung ist heute dieser Struktur dienlich“, so Núñez laut ABC Color.

Núñez, die frühere Ministerin, schlug eine Reduzierung der städtischen Angestellten vor. Das derzeitige Modell sei „nicht nachhaltig“ angesichts der hohen Bürokratie und der politischen Nutzung von Posten. Asunción habe 19,5 Angestellte pro tausend Einwohner, eine Zahl, die sie für die erbrachten Dienstleistungen als überhöht ansieht. „Man kann ein ineffizientes und bürokratisches Modell, das den Bürgern den Rücken kehrt, nicht weiter aufrechterhalten“, sagte sie.

Sie behauptete, es gebe Verträge mit politischen Akteuren und viele Angestellte erhielten Gehälter, ohne tatsächlich zu arbeiten. „Wer Geld kassiert und nicht zur Arbeit geht, bestiehlt den Steuerzahler“, erklärte Núñez. Zudem äußerte sie sich zur Intervention der Stadtverwaltung: Die bisher aufgedeckten Unregelmäßigkeiten seien nur die Spitze des Eisbergs. Es herrsche eine „Kultur der Verdunkelung und Geheimniskrämerei“ im Rathaus, und selbst der Stadtrat habe Schwierigkeiten, an Informationen der Exekutive zu gelangen.

Núñez betonte, die Opposition biete die einzige echte Alternative für einen Wandel in der Hauptstadt. „Hier brauchen wir einen echten Wandel in der Stadtverwaltung, und den werden wir nicht mit denen erreichen, die Teil desselben Systems sind“, schloss sie. Die Vorwürfe und Vorschläge wurden von ABC Color berichtet.