Konflikt im Chaco: Anwohner blockieren Lastwagen und fürchten neuen Kollaps auf maroder Straße

Im Departamento Alto Paraguay verhindern Bewohner von Toro Pampa nach 31 Tagen Isolation die Durchfahrt von Viehtransportern, aus Sorge, schwere Fahrzeuge könnten die von Freiwilligen vorübergehend instand gesetzte Strecke zerstören. Seit 40 Tagen festsitzende Fahrer beklagen die Einschränkung, während die Abgeordnetenkammer den Notstand für das Departamento ausruft.

Conflito no Chaco: moradores barram caminhões e temem novo colapso em estrada precária
Conflito no Chaco: moradores barram caminhões e temem novo colapso em estrada precária

Die vorübergehende Wiedereröffnung der Verbindung von Fuerte Olimpo und Bahía Negra zum Rest des Landes nach 31 Tagen Isolation hat zu einem Patt zwischen Anwohnern und Lastwagenfahrern im Departamento Alto Paraguay geführt. Die von Freiwilligen mit Unterstützung zweier Maschinen des MOPC instand gesetzte Strecke ist nur für leichte Fahrzeuge geeignet. Um zu verhindern, dass der Schwerverkehr die Strecke zerstört, haben die Bewohner von Toro Pampa eine Barriere errichtet und bewachen diese nun.

Vier leere Viehtransporter stehen seit 40 Tagen am Ort fest. Die Fahrer, die ihre Ladungen vor den Regenfällen abgeliefert hatten, konnten nicht zurückkehren und beklagen nun, ohne Ausreiseerlaubnis festzusitzen. Sie führen wirtschaftliche und persönliche Schwierigkeiten aufgrund der Trennung von ihren Familien an.

Am Freitag durchbrach ein Lastwagen die Barriere und blieb stecken; er musste von einem Traktor geborgen werden, was die Schäden an der Piste verschlimmerte. Seitdem haben die Anwohner die Bewachung verstärkt. Sie argumentieren, dass bei noch durchnässtem Boden und schmaler Strecke schwere Fahrzeuge stecken bleiben und die Passage völlig blockieren könnten, zudem bestehe Unfallgefahr.

Am Dienstag erklärte die Abgeordnetenkammer den Notstand im Departamento Alto Paraguay aufgrund angeblicher Überschwemmungen und zerstörter Straßen. Anwohner hingegen versichern, es gebe keine überfluteten Gemeinden im Departamento; das Kernproblem sei der fehlende Straßenunterhalt. Die Regenfälle vom Sonntag, wenn auch schwach, erschwerten bereits den Verkehr selbst für 4x4-Geländewagen; ein solches Fahrzeug bleibt in der als 30 Syry bekannten Region stecken.