72-jähriger Brasilianer wegen versuchten Mordes in Ñemby zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der brasilianische Staatsbürger Antonio Ademir Andrioli, 72 Jahre alt, wurde wegen versuchten vorsätzlichen Totschlags zu 15 Jahren Haft verurteilt, nachdem er im Juni 2020 in einem Fahrzeughandel in Ñemby Carlos Manuel Martínez mit Schüssen angegriffen hatte. Das Urteil erging einstimmig durch das Strafgericht, das die von der Staatsanwältin Lourdes Bobadilla vorgelegten Beweise würdigte.

Das Strafgericht von Ñemby verurteilte den brasilianischen Staatsbürger Antonio Ademir Andrioli, 72 Jahre alt, wegen versuchten vorsätzlichen Totschlags zu 15 Jahren Haft. Die einstimmige Entscheidung wurde von den Richterinnen Isabel Meza (Vorsitzende), Nancy Adorno und Carmen Melgarejo getroffen, nachdem die Staatsanwaltschaft, vertreten durch die Staatsanwältin Lourdes Bobadilla von der Strafrechtseinheit Nr. 3, die Täterschaft mit überzeugenden Beweisen nachgewiesen hatte.

Der Angriff ereignete sich am 18. Juni 2020 gegen 11:20 Uhr im Fahrzeughandel Luján an der Avenida Acceso Sur im Stadtteil San Carlos in Ñemby. Den Akten zufolge bat Andrioli um ein privates Gespräch mit dem Opfer, Carlos Manuel Martínez. Wenige Minuten später entbrannte eine hitzige Diskussion, der Angeklagte zog eine Schusswaffe, schlug Martínez mit dem Kolben auf den Kopf und feuerte mehrere Schüsse aus nächster Nähe ab. Das Opfer versuchte, ins Innere des Geschäfts zu fliehen, wurde jedoch verfolgt und am Ellbogen, am Gesäß und am Bauch getroffen, wobei es schwere Verletzungen erlitt.

Die Richterinnen sahen die strafrechtliche Verantwortung des Angeklagten als vollständig erwiesen an und wiesen die Argumente der Verteidigung zurück. Andrioli wird seine Strafe in einer von den Strafvollzugsbehörden festzulegenden Haftanstalt verbüßen.