Anzeige gegen „Bachi“ Núñez wegen 111-prozentiger Gehaltserhöhung für die Nichte erweitert

Der paraguayische Kongresspräsident Basilio „Bachi“ Núñez sieht sich einer neuen Anzeige wegen mutmaßlicher Bevorzugung seiner Nichte ausgesetzt, deren Gehalt in weniger als zwei Jahren von 4,5 Millionen G. auf 9,5 Millionen G. erhöht wurde. Die Anklage umfasst auch den Vorwurf der Eigennützigkeit.

Ampliam denúncia contra "Bachi" Núñez por aumento salarial de 111% à sobrinha bacharel
Ampliam denúncia contra "Bachi" Núñez por aumento salarial de 111% à sobrinha bacharel

Der Präsident des Nationalkongresses, der Colorado-Senator Basilio „Bachi“ Núñez, hat ein weiteres juristisches Problem. Am Dienstag ging bei der Spezialeinheit für Wirtschafts- und Korruptionsdelikte (UDEA) eine Erweiterung der Strafanzeige gegen den Abgeordneten ein, die mutmaßliche systematische Begünstigungen von Verwandten detailliert beschreibt, mit Schwerpunkt auf dem Fall der Nichte Berenice Ayelén Sosa Cabrera.

Dem vom Anwalt Francisco Rubén Penayo Almada vorgelegten Dokument zufolge trat die junge Frau im Oktober 2023 im Alter von 18 Jahren mit einem Abiturabschluss in die Abgeordnetenkammer ein und war zunächst im Büro ihres Onkels mit einem Gehalt von 4.500.000 G. tätig. Nach Núñez‘ Amtsantritt als Kongresspräsident im Juli 2024 begannen die rasanten Höherstufungen.

Zunächst wurde sie zur „Fachkraft I“ befördert, mit einem Gehalt von 7.100.000 G. Sechs Monate später, im Januar 2025, wurde das Monatsgehalt auf 9.500.000 G. erhöht – eine Steigerung von 111 Prozent in kurzer Zeit.

Die Erweiterung bestätigt Anhaltspunkte für Vertrauensmissbrauch und unberechtigte Honorarforderungen, fügt aber den Straftatbestand der Eigennützigkeit (Artikel 8 des Gesetzes Nr. 2.523/2004) hinzu. Der Anzeigenerstatter argumentiert, dass Núñez seine Befugnisse als Anordnungsbefugter für Ausgaben genutzt habe, um sein nahes Umfeld finanziell zu begünstigen, und beziffert den mutmaßlichen Schaden für die Staatskasse bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2028 auf rund 370.000.000 G.

Die bereits bei der Staatsanwaltschaft eingereichte Anzeige fordert dringend die Ausstellung einer Verfügung an den Senat, um die vollständige Personalakte der Angestellten – einschließlich biometrischer Zeiterfassungsdaten – zu übermitteln, sowie die Generalrechnungskontrolle der Republik, um die Vermögenserklärungen der jungen Frau vorzulegen, um zu prüfen, ob eine tatsächliche Gegenleistung in Höhe der erhaltenen Beträge erbracht wurde.