Der paraguayische Kongresspräsident Basilio „Bachi“ Núñez bekräftigte sein Vertrauen in das Oberste Wahlgericht (TSJE) und bezeichnete jede vorherige Infragestellung des elektronischen Wahlsystems als „schädlich für die Demokratie“. In Erklärungen am Montag (18.) sagte Núñez, die Kritik komme von Sektoren, die Angst vor einer Wahlniederlage hätten. „Es scheint eher, dass wir das Spiel verlieren und den Regenschirm aufspannen wollen. Wer wird gewinnen, warum sollte er Angst haben?“, fragte er.
Núñez erinnerte daran, dass die Regierungspartei nur einen Vertreter im TSJE habe, gegenüber zwei aus früheren Amtszeiten, und dass die gesetzlichen Fristen für parteiinterne Überprüfungen im Februar abgelaufen seien. Er habe nichts gegen einen Erklärungsentwurf im Senat, der zusätzliche Überprüfungen fordere, solange dieser im Wahlzeitplan bleibe. Senator Éver Villalba (PLRA) schlug vor, 10 % der Maschinen zu überprüfen und den sogenannten „Umschlag vier“ am Ende der Abstimmung zu öffnen.
Der Kongresspräsident verspottete auch die Opposition und erinnerte daran, dass das Entsperrsystem und die elektronischen Wahlurnen ihre Anliegen gewesen seien, als er Abgeordneter war. Er kündigte an, seiner Fraktion einen Gesetzesentwurf zur Ausweitung der Wahlreform vorzulegen, der es dem Wähler ermöglicht, zu entsperren und bis zu zwei Kandidaten seiner Wahl innerhalb der Listen auszuwählen.
In einer anderen Front bestätigte Núñez, dass er mit dem Vorschlag des unabhängigen Senators Eduardo Nakayama übereinstimme, die Echtheit der akademischen Titel der Kongressangestellten zu überprüfen. Nach einem Telefonat mit Nakayama sagte Núñez: „Ich denke, dass wir als Legislative nicht gleichgültig bleiben können, zuerst das eigene Haus zu überprüfen, zu sehen, wie wir dastehen. Und dann auch zu den anderen Gewalten zu gehen, oder dass sie dasselbe tun.“
Er räumte ein, dass die Initiative inmitten von Zweifeln am ehemaligen Mitglied des Richterrates Hernán Rivas entstanden sei, betonte jedoch, dass der Fokus darauf liege, zu überprüfen, ob der Staat unberechtigte Bonuszahlungen für Titel leiste. Núñez garantierte, dass diese Unregelmäßigkeiten mit dem neuen Anmeldesystem im Senat nicht mehr vorkämen. „Das passiert hier im Senat, im Kongress, nicht, weil mit dem neuen Anmeldesystem kein Extra einfach deshalb gezahlt wird, weil man ein Fachmann ist“, schloss er.