Feministische Koalition fordert endgültige Freilassung der iranischen Nobelpreisträgerin Narges Mohammadi

Eine Gruppe feministischer und menschenrechtlicher Organisationen fordert die dauerhafte Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi, die sich nach Jahren der Unterdrückung und medizinischen Vernachlässigung weiterhin in kritischem Zustand in Teheran befindet.

Ein Zusammenschluss feministischer und menschenrechtlicher Organisationen hat einen Appell zur endgültigen Freilassung der Iranerin Narges Mohammadi, Trägerin des Friedensnobelpreises 2023, gestartet. Die Aktivistin befindet sich auf der kardiologischen Intensivstation des Pars-Krankenhauses in Teheran, wohin sie aufgrund der Schwere ihres Gesundheitszustands verlegt wurde.

In einer von ihrer unterstützenden Stiftung veröffentlichten Erklärung erklären die Organisationen, dass „Narges Mohammadi niemals ins Gefängnis zurückkehren darf“ und dass „eine vorübergehende Aussetzung der Strafe nicht mit Freiheit verwechselt werden darf“. Der Text betont, dass die Verlegung ins Krankenhaus erst nach „anhaltendem internationalem Druck“ erfolgte.

Der Zustand der Nobelpreisträgerin wird als kritisch beschrieben, eine Folge von „Jahren der Inhaftierung, Einzelhaft, wiederholten Verhaftungen, körperlichen Angriffen und systematischer medizinischer Vernachlässigung durch die iranischen Behörden“. Die Organisationen warnen, dass Mohammadi kein Einzelfall sei: Menschenrechtsverteidiger, Aktivisten, Juristen, Journalisten und Verbandsführer seien im Iran „denselben Unterdrückungsinstrumenten“ ausgesetzt – Haft, medizinische Vernachlässigung, Isolationszellen und sogar die Todesstrafe.

Im spezifischen Fall der Nobelpreisträgerin heißt es in der Erklärung, die Anschuldigungen gegen sie seien „falsch und politisch motiviert“, da sie „jahrelang inhaftiert wurde, weil sie sich friedlich für Menschenrechte, Frauenrechte, Würde und Freiheit eingesetzt hat“.

Zu den Unterzeichnern gehören die Nobel Women's Initiative, die Narges Foundation, die International Coalition of Women Human Rights Defenders und das Iran Human Rights Center. Sie fordern die „sofortige und bedingungslose“ Freilassung Mohammadis, die Aufhebung aller ihrer Verurteilungen und Anklagen sowie den uneingeschränkten und kontinuierlichen Zugang zu spezialisierter medizinischer Versorgung.