Die paraguayische Regierung hat über das Außenministerium am Sonntag (17.) den Angriff mit unbemannten Luftfahrzeugen auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verurteilt. In einer offiziellen Erklärung drückte das Land seine Solidarität mit dem Volk und der Regierung der Emirate aus und bekräftigte die Notwendigkeit, die nukleare Infrastruktur zu schützen, indem es die regionale Stabilität durch Dialog und Achtung des Völkerrechts fördert.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate drangen drei Drohnen unbekannter Herkunft illegal in den Luftraum des Landes ein. Die Sicherheitskräfte fingen zwei von ihnen ab, aber eine dritte traf einen Stromgenerator. Das Medienbüro von Abu Dhabi teilte mit, dass der Einschlag einen Brand außerhalb des inneren Perimeters der Anlage in der südlichen Region Al Dhafra verursachte, der von den Notfallteams schnell unter Kontrolle gebracht wurde, ohne die Sicherheit der Hauptreaktoren zu gefährden.
Der Angriff erfolgt inmitten der schweren geopolitischen Krise am Persischen Golf nach dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten am 28. Februar. Als Reaktion auf den Konflikt startete der Iran eine Reihe von Vergeltungsangriffen gegen Israel und gegen die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC), zu dem Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Kuwait und Oman sowie die Emirate gehören. Teheran hält auch die strategische Straße von Hormus blockiert, eine lebenswichtige Route für den Ölexport aus der Region.
Internationale Analysten weisen darauf hin, dass die Vereinigten Arabischen Emirate das am stärksten von den iranischen Offensiven getroffene Gebiet geworden sind, was die bilateralen Spannungen auf ein beispielloses Niveau gehoben hat. Die Erklärung der paraguayischen Regierung zielt darauf ab, die institutionelle Unterstützung Südamerikas für die Forderung nach Schutz der Atomenergieanlagen zu verstärken, deren Neutralität durch multilaterale Sicherheitsabkommen garantiert wird.