Bachi verteidigt Ernennung der Colorado-Partei im Rechnungshof nach Kritik der Opposition

Der Präsident des Kongresses, Basilio Núñez, verteidigt die Ernennung von Parteigenossen zum Rechnungshof mit dem Argument, damit einen Kreislauf von verurteilten ehemaligen Rechnungsprüfern der Opposition zu durchbrechen. Kritiker weisen jedoch auf Widersprüche in seiner Rede über Integrität hin, was auf die jüngste Unterstützung für untersuchte Persönlichkeiten und die Strategie der Regierungspartei zur Besetzung von Posten zurückzuführen ist.

Bachi verteidigt Ernennung der Colorado-Partei im Rechnungshof nach Kritik der Opposition
KI-generierte Illustration.

Der Präsident des Kongresses, Senator Basilio "Bachi" Núñez von der Partido Colorado, verteidigte den Vorschlag seiner Partei, zwei Mitglieder der Partei für die Ämter des Generalrechnungsprüfers und des stellvertretenden Generalrechnungsprüfers der Republik zu benennen. Diese Position war eine Antwort auf den unabhängigen Senator Eduardo Nakayama, der vorgeschlagen hatte, die Opposition solle das Auswahlverfahren boykottieren, wenn die Asociación Nacional Republicana (ANR, National-Republikanische Vereinigung) darauf bestehe, den Rechnungshof unter ihre Kontrolle zu bringen.

In seinen sozialen Netzwerken begründete Bachi Núñez die mögliche Nominierung mit der Historie ehemaliger, der Opposition nahestehender Rechnungsprüfer, die gerichtlich verurteilt worden waren. Er erwähnte die Fälle von Daniel Fretes Ventre (wegen Geldwäsche verurteilt), Óscar Rubén Velázquez Gadea (wegen Vertrauensbruchs verurteilt) und José Enrique García (wegen Fälschung von Dokumenten verurteilt). "Wir müssen diesen Kreislauf durch ein transparentes und leistungsorientiertes Auswahlverfahren durchbrechen, das nicht auf der politischen Gesinnung basiert", argumentierte der Parlamentarier.

Allerdings wird Bachi's Verteidigung von Widersprüchen konfrontiert. Er selbst stimmte kürzlich dafür, den ehemaligen Colorado-Senator Hernán David Rivas, der wegen angeblicher Diplomenfälschung untersucht wird, zum Vorsitzenden des Jurado de Enjuiciamiento de Magistrados (JEM, Geschworenengericht für die Aburteilung von Richtern) zu wählen. Darüber hinaus sieht sich auch die derzeitige Führung des Rechnungshofs unter dem Colorado-Politiker Camilo Benítez Almada Kritik ausgesetzt, wie etwa die Genehmigung einer Rechenschaftslegung von Präsident Santiago Peña ohne eine detaillierte Aufklärung über die Herkunft seiner Mittel.

Die Behauptung, dass die parlamentarische Mehrheit der Regierungspartei auf die Opposition bei den Ernennungen verzichten könne – eine Strategie, die bereits beim JEM und beim Richterrat angewandt wurde – wird von Kritikern als ein wahltaktischer Manöver angesehen, das dem öffentlichen Bekenntnis zur Integrität widerspricht.

Quellen (1)

Aktualisiert: 13.07.2026, 01:31