Die Verwaltung von Asuncións Bürgermeister Luis Bello sieht sich im Stadtrat Fragen zur geplanten Anmietung von bis zu vier Müllsammelfahrzeugen und zwei Fahrzeugen für Personentransporte gegenüber. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf bis zu 3,5 Milliarden Guaraní. José Manuel Jara, Direktor für Risikomanagement, begründete die Maßnahme als Teil eines Notfallplans für das El-Niño-Phänomen, das zwischen November 2026 und Januar 2027 etwa 20.000 Familien betreffen könnte. In Extremfällen sei eine Umsiedlung der Betroffenen in das Gebiet Nueva Asunción im Departamento Presidente Hayes vorgesehen.
Stadtrat Álvaro Grau hinterfragte die Notwendigkeit der Anmietung und verwies darauf, dass die Stadtverwaltung kürzlich elf neue LKW angeschafft habe und bereits über eine Flotte von 29 Fahrzeugen verfüge. Er äußerte den Verdacht auf gezielte Auftragsvergabe, da Unternehmen, die bereits Fahrzeuge an die Stadt vermieten, erneut begünstigt werden könnten.
Parallel dazu erschien Máximo Medina, Direktor für Stadtreinigung, nicht zu einer Sitzung des Stadtrats, um Fragen zur Anschaffung der elf LKW zu beantworten. Er begründete dies mit der Notwendigkeit, weitere Informationen zusammenzutragen. Grau warf der Verwaltung vor, eine „eklatant gelenkte Ausschreibung“ durchgeführt zu haben, deren Anforderungen nur zwei Unternehmen erfüllen konnten.
Anwohner der Stadtteile Loma Pytã, Trinidad und Mbocayaty trafen sich mit Bello, um eine Lösung für den fehlenden öffentlichen Nahverkehr auf der ehemaligen Linie 16.2 zu fordern. Sie kritisieren, dass ein im April vom Stadtrat verabschiedeter Beschluss, der das Unternehmen San Isidro S.R.L. mit der Übernahme der Strecke beauftragte, aufgrund von Blockaden in der Verkehrsbehörde nicht umgesetzt wurde. Die Anwohner lehnen zudem die Einführung der Linie 6 ab, die sie für ungeeignet halten.
In Mbocayaty, auch bekannt als La Piedad, berichteten Anwohner von angeblichen Einschüchterungsversuchen durch die Grupo Vázquez SAE, die in dem Gebiet einen geschlossenen Wohnkomplex errichten wolle. Miriam Ramírez, die seit 23 Jahren dort lebt, behauptet, ein paralleles Gerichtsverfahren sei von einem mutmaßlichen Strohmann des Unternehmens angestrengt worden.
Trotz der Kontroversen kündigte die Stadtverwaltung das ASUFEST 489 an, ein kostenloses Festival an der Costanera am 15. August zur Feier des 489. Gründungstags von Asunción. Der Eintritt erfolgt gegen Spende nicht verderblicher Lebensmittel. Die Verwaltung betonte, dass die Veranstaltung keine öffentlichen Mittel in Anspruch nehme, sondern von privaten Sponsoren finanziert werde.
Darüber hinaus laden die Kommission Asunción 500 Jahre und das Büro der First Lady am 13. August zum Internationalen Forum Asunción 500 Jahre im Kulturzentrum des Hafens ein. Ziel der Veranstaltung ist es, eine Agenda für die städtebauliche Transformation der historischen Altstadt zu definieren, unterstützt von multilateralen Organisationen wie der Weltbank, der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IADB) und der Entwicklungsbank für Lateinamerika und die Karibik (CAF).
Für das kommende Wochenende plant das Nationale Kultursekretariat Aktivitäten im Hafen und in der Altstadt, darunter ein Kunsthandwerksmarkt, Workshops und die Öffnung von Museen, als Teil der Vorbereitungen für die Stadtfeierlichkeiten.
