Paraguay stellt Handbuch zur Revitalisierung des historischen Zentrums von Asunción bis 2037 vor

Die paraguayische Regierung hat das verbindliche Handbuch für Stadtgestaltung vorgestellt, einen mit Unterstützung der Weltbank finanzierten Plan zur Revitalisierung des historischen Zentrums von Asunción bis zum 500. Stadtjubiläum im Jahr 2037. Im Fokus stehen Fußgängermobilität, grüne Infrastruktur und wirtschaftliche Impulse.

Paraguay stellt Handbuch zur Revitalisierung des historischen Zentrums von Asunción bis 2037 vor

Die Regierung Paraguays hat offiziell das Handbuch für Stadtgestaltung des historischen Zentrums von Asunción (CHA) vorgestellt, ein verbindliches Dokument mit Leitlinien zur Revitalisierung des Gründungsviertels der Hauptstadt. Die Initiative ist Teil des Projekts zur urbanen Resilienz der Küstenzone, das mit technischer und finanzieller Unterstützung der Weltbank umgesetzt wird, und zielt darauf ab, die Stadt auf ihr 500-jähriges Gründungsjubiläum im Jahr 2037 vorzubereiten.

Das Handbuch wurde während des Internationalen Forums „Asunción 500 Jahre“ vorgestellt, an dem Präsident Santiago Peña, First Lady Leticia Ocampos und die Ministerin für öffentliche Arbeiten und Kommunikation, Claudia Centurión, teilnahmen. Das Forum soll öffentliche und private Akteure, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um städtebauliche Maßnahmen, Investitionsanreize und den Erhalt des kulturellen Erbes zu planen.

Das Dokument gliedert sich in vier Hauptachsen: Stadtmorphologie mit Priorität für Fußgänger und breitere Gehwege; grüne und blaue Infrastruktur mit naturbasierten Lösungen für Entwässerung und Begrünung; Materialität mit einem einheitlichen Katalog barrierefreier Bodenbeläge und Oberflächen; sowie Stadtmöblierung, darunter Sitzgelegenheiten, LED-Beleuchtung und kostenlose WLAN-Zugangspunkte.

Präsident Peña betonte, dass die Sanierung des historischen Zentrums auch eine wirtschaftliche Strategie sei. „Die Revitalisierung Asuncións ist nicht nur eine städtebauliche oder denkmalpflegerische Entscheidung, sondern auch eine wirtschaftliche“, erklärte er und verwies darauf, dass öffentliche Investitionen private Initiativen, Handel, Tourismus und Arbeitsplätze fördern sollen.

Claudia Centurión hob hervor, dass das Handbuch ein Ausgangspunkt und kein abgeschlossenes Dokument sei, das durch technische Beiträge und Bürgerbeteiligung weiterentwickelt werde. Sie plädierte dafür, das CHA in einen Begegnungsort statt einen reinen Durchgangsraum zu verwandeln – mit barrierefreien Gehwegen, aufgewerteten Plätzen und mehr Sicherheit.

Leticia Ocampos unterstrich, dass das 500-jährige Jubiläum eine Chance sei, die Zukunft der Stadt neu zu denken und sie lebendiger zu gestalten. „Wir wollen kein historisches Zentrum, das zum Museum wird“, sagte sie und forderte eine Rückeroberung der Räume durch die Bürger.

Zu den bereits laufenden Projekten zählen die Sanierung der Plätze O’Leary und Uruguaya, der Parque Caballero, Verbesserungen an der Costanera und die Einführung einer Vorortbahn. Miguel Báez, Präsident der nationalen Elektrizitätsgesellschaft ANDE, berichtete, dass Arbeiten zur Erdverkabelung und Beleuchtung in Straßen wie Palma und Presidente Franco fortgeschritten sind und voraussichtlich im November 2026 abgeschlossen werden.

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Quellen (4)

Aktualisiert: 14.08.2026, 01:22