Bürgermeisterin von Valenzuela muss sich wegen Veruntreuung von 1,2 Mrd. Guaraní in Scheinbauprojekten vor Gericht verantworten

Die Bürgermeisterin von Valenzuela, Mirtha Fernández, steht vor Gericht, weil sie 1,2 Milliarden Guaraníes für nicht existierende Bauprojekte abgezweigt haben soll. In den Fall sind Gemeindebedienstete und Baufirmen verwickelt.

Bürgermeisterin von Valenzuela muss sich wegen Veruntreuung von 1,2 Mrd. Guaraní in Scheinbauprojekten vor Gericht verantworten
KI-generierte Illustration.

Mirtha Fernández, Bürgermeisterin von Valenzuela, muss sich wegen eines angeblichen Vermögensschadens in Höhe von 1,199 Milliarden Guaraní während ihrer Amtszeit im Jahr 2019 vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legte dokumentarische Beweise vor, die bestätigen, dass die Unterschriften auf Zahlungsanweisungen, Bauaufsichten und Verträgen für nicht ausgeführte Bauarbeiten von den Angeklagten stammen. Der Fall betrifft Gesamtzahlungen für Bauleistungen, die niemals erbracht wurden.

Das Verfahren, das am 25. Februar eingeleitet wurde, umfasst Mirtha Fernández und sechs weitere Personen. Ein Sachverständiger, der für die Analyse der Dokumente und Unterschriften verantwortlich ist, wird seinen Bericht dem Fachgericht für Wirtschaftsstraftaten vorlegen, das unter dem Vorsitz von Richterin Karina Jazmín Cáceres steht. Die nächste Anhörung ist für den 9. Juli angesetzt.

Laut Ermittlungen taten sich Mirtha Fernández und der städtische Kassenwart Christian Flecha mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Baufirmen zusammen, um Rechnungen auszustellen und die Verwendung von Mitteln aus dem Fonacide (Fondo Nacional de Inversión Pública y Desarrollo) gegenüber dem Rechnungshof zu rechtfertigen. Die Unternehmen MLF Constructora und BC Constructora, vertreten durch Liz Fleitas und Blásido Candia, wurden als Ausführer der Phantom-Bauarbeiten benannt.

Das Schema wurde aufgedeckt, als Stadträte Dokumente überprüften, die vom Rechnungshof veröffentlicht worden waren, und feststellten, dass die Bauarbeiten nicht existierten. Zudem sollen städtische Angestellte wie Elvis Ramón Balbuena, Verónica Acosta, Silvia Espínola und Sergio Flecha an der Bearbeitung der Dokumente und dem Empfang von Schecks beteiligt gewesen sein.

Mirtha Fernández und fünf weitere Mitarbeiter wurden zudem wegen Untreue in einem weiteren Fall angeklagt, der einen angeblichen Vermögensschaden von 300 Millionen Guaraní während der Amtszeit 2022 betrifft.

Quellen (1)

Aktualisiert: 09.07.2026, 03:43