Importeure: Dollar-Rückgang hat bereits Preise einiger Produkte in Paraguay gesenkt

Der Präsident des Importeurzentrums Paraguays (CIP), Iván Dumot, erklärte, dass der Rückgang des Dollars bereits in einigen Sektoren zu Preissenkungen geführt habe, die Auswirkung auf den Warenkorb jedoch aufgrund des Überwiegens nationaler Produkte im Konsum einkommensschwächerer Familien begrenzt sei.

Der Präsident des Importeurzentrums Paraguays (CIP), Iván Dumot, erklärte, die Wahrnehmung, dass sich der Rückgang des Dollars nicht in den Preisen widerspiegele, sei irrig. Ihm zufolge seien zwar etwa 25 % der in Supermärkten verkauften Produkte importiert, dieser Anteil sinke jedoch, wenn man den Grundkonsum einkommensschwächerer Familien betrachte, der überwiegend von nationalen Artikeln abhänge.

Dumot erläuterte, dass der Zusammenhang zwischen Wechselkurs und Preisen in den Regalen nicht automatisch sei. Sektoren wie Kraftstoffe reagierten schneller, während Produkte des Massenkonsums aufgrund des Wettbewerbs zwischen Marken und der Wechselkursvolatilität ein anderes Verhalten zeigten. Er zitierte Daten des Verbraucherpreisindex (IPC), um zu belegen, dass es bereits Senkungen gegeben habe: „Im letzten Jahr stieg der Dollar um etwa 10 % und die importierten Produkte stiegen um etwa 6 %. In diesem Jahr zeigt derselbe Index bereits bis März und April einen Rückgang von etwa 7 %“, sagte er in einem Interview.

Der Wirtschaftsführer betonte, dass Unternehmen vermieden, Dollarsteigerungen vollständig weiterzugeben, um keine Umsatzverluste zu erleiden, und dass dasselbe Kriterium gelte, wenn die US-Währung falle. Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln, Zucker, Brot, Obst, Gemüse und Fleisch seien größtenteils lokale Produktion, daher reagierten ihre Preise auf andere Faktoren, nicht direkt auf Dollarschwankungen.

Dumot erklärte zudem, dass ein Großteil des Vorteils des Dollar-Rückgangs durch Werbeaktionen und Rabatte in Supermärkten kanalisiert worden sei. Laut CIP-Daten gab es im ersten Quartal des Jahres mehr Tage mit Angeboten als ohne, mit Rabatten zwischen 20 % und 50 % in einigen Fällen. Er fügte hinzu, dass die Regierung eine Änderung des Handelssystems fördere, um Wochenendaktionen zu reduzieren und zu einem Modell dauerhaft niedriger Preise überzugehen. Das Ministerium für Industrie und Handel arbeite mit Importeuren und Supermärkten an einer Liste von über 250 importierten Produkten, um die Kosten während des gesamten Monats niedrig zu halten – ein Schema, das seit dem letzten Monat in etwa 75 % der Geschäfte umgesetzt werde.