Bürger von Capiatá fordern Aberkennung der Ehrentitel eines wegen Drogenhandels verurteilten Ex-Senators

Eine Gruppe von Bürgern aus Capiatá hat beim Gemeinderat einen förmlichen Antrag eingereicht, um die dem Ex-Senator Erico Galeano verliehenen Titel „Cidadão Ilustre“ und „Filho Dileto“ aufzuheben. Galeano wurde im Rahmen der Operation A Ultranza Py zu 13 Jahren Haft wegen Geldwäsche und krimineller Vereinigung verurteilt.

Bürger von Capiatá reichten an diesem Mittwoch einen offiziellen Antrag beim Gemeinderat der Stadt ein, um die dem Ex-Senator Erico Galeano verliehenen Ehrentitel „Cidadão Ilustre“ und „Filho Dileto“ aufzuheben. Die Initiative erfolgt nach der Bestätigung der Verurteilung Galeanos zu 13 Jahren Haft wegen Geldwäsche, krimineller Vereinigung und Drogenhandels im Rahmen der Operation A Ultranza Py.

Das Dokument wurde an den Präsidenten des Gemeinderats, Braulio Riquelme, gerichtet und auch den übrigen Ratsmitgliedern zugestellt. Die Unterzeichner argumentieren, dass Ehrenauszeichnungen ethische, bürgerschaftliche und moralische Werte widerspiegeln müssen und dass deren Beibehaltung nach der Verurteilung das institutionelle Ansehen der Stadt und des Gemeinderats selbst beschädigen würde.

Im Text betonen die Bürger, dass der Titel „Cidadão Ilustre“ nicht als lebenslanger oder automatischer Vorteil verstanden werden dürfe, sondern als Symbol der Vorbildhaftigkeit für künftige Generationen. Sie führen aus, dass die Verurteilung Galeanos starke öffentliche Resonanz hervorgerufen habe und die Aufrechterhaltung jeglicher offizieller Ehrung im Widerspruch zu den Grundsätzen der Legalität und Integrität stünde.

Der Antrag fordert, die Angelegenheit dringend an die beratenden Ausschüsse des Gemeinderats zur Prüfung und anschließenden endgültigen Beschlussfassung zu überweisen, mit dem Ziel, sämtliche dem ehemaligen Parlamentarier von der Gemeinde Capiatá verliehenen Anerkennungen aufzuheben.

Galeano wurde in einer der aufsehenerregendsten Ermittlungen der Operation A Ultranza Py verurteilt, die ein System der Vermögenswäsche mit Verbindungen zum Drogenhandel zerschlug. Das Urteil wurde von der paraguayischen Justiz bestätigt und die Strafe von 13 Jahren Haft rechtskräftig.