Das Vizeministerium für Verkehr (VMT) hat in dieser Woche das Integrale Kontroll- und Überwachungssystem (SICM) in Betrieb genommen, eine Plattform, die GPS und elektronische Ticketvalidierung nutzt, um in Echtzeit die Taktung und Routen der Busse in der Metropolregion von Asunción zu überwachen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die sogenannten „Reguladas“ zu unterbinden – eine illegale Praxis, bei der Unternehmen die Anzahl der Fahrten reduzieren und Fahrgäste an den Haltestellen warten lassen.
Laut VMT muss jeder der mehr als 1.400 Busse, die täglich in der Hauptstadt und Umgebung verkehren, alle zehn Sekunden seinen genauen Standort übermitteln. Das System gleicht diese Daten automatisch mit den Validierungen der elektronischen Fahrkarten ab, sodass überprüft werden kann, ob die Fahrer die festgelegten Routen und Fahrpläne einhalten. Wird eine Unregelmäßigkeit festgestellt, gibt die Plattform einen Alarm aus, und das verantwortliche Unternehmen muss mit Geldstrafen rechnen.
Hugo Ramos Vaesken, technischer Berater des VMT, erklärte, dass die erste Umsetzungsphase bei den Betreibern gut aufgenommen worden sei. „Wir haben mehr Busse auf den Straßen gesehen als in den vier vorherigen Montagen“, sagte er. Die Auswirkungen seien bereits in den Spitzenzeiten spürbar, mit einer höheren Vorhersagbarkeit für die Fahrgäste.
Die Kontrolle erfolgt auf Grundlage der Resolution Nr. 120/2025, die Leistungsindikatoren und Bewertungsparameter für den öffentlichen Nahverkehr festlegt. In einer dreimonatigen Anfangsphase werden Geldstrafen nur bei Verstößen in den Zeiten hoher Nachfrage (Spitzen- und Nachspitzenzeiten) verhängt. Danach wird die Überwachung auf alle Tageszeiten von 4:00 bis 23:00 Uhr ausgeweitet, einschließlich Sonn- und Feiertagen.
Die Unternehmen sind dafür verantwortlich, die korrekte Übertragung der GPS-Signale sicherzustellen; fehlende Daten wirken sich negativ auf ihren formalen Qualitätsindikator für den Dienst aus.