BCP: Paraguays Wachstum überrascht und ist kein Wunder

Der Präsident der Zentralbank von Paraguay, Carlos Carvallo Spalding, erklärte, dass die Wirtschaft des Landes über den Prognosen wächst, mit einer erwarteten Expansion von 4,2 % für 2026 und bereits höheren Ergebnissen in den ersten Monaten. Er betonte, dass die Dynamik breit gefächert und von der Binnennachfrage getrieben sei, nicht von einem bestimmten Sektor oder einer außergewöhnlichen Entdeckung.

Der Präsident der Zentralbank von Paraguay (BCP), Carlos Carvallo Spalding, erklärte, dass das Wirtschaftswachstum des Landes die Prognosen der Institution übertrifft, und betonte, dass es sich nicht um ein isoliertes Phänomen oder ein Wunder handle. Die Aussage erfolgte während der Eröffnung der 56. Generalversammlung der Lateinamerikanischen Vereinigung der Finanzinstitutionen für Entwicklung (Alide) in Asunción.

„Wir haben uns in jedem Jahr geirrt, weil die Zentralbank eine extrem konservative Institution ist, die wenig geneigt ist, zu optimistisch zu sein, und die Wirtschaft hat uns in jedem Jahr überrascht“, sagte Carvallo. Zwischen 2023 und 2025 lag die durchschnittliche Expansion bei über 5 %, und für 2026 wird eine Rate von 4,2 % prognostiziert. In den ersten Monaten des Jahres übertrafen die Zahlen dieses Ziel bereits: Das kumulierte Wachstum im ersten Quartal betrug 4,7 %, und im März erreichte die Veränderung im Jahresvergleich 8,2 %.

„Das Wachstum wird nicht durch einen bestimmten Sektor, ein Wunder oder die Entdeckung eines Gutes erklärt“, betonte Carvallo. Ihm zufolge ist die Dynamik breit gefächert und wird von der Binnennachfrage angetrieben. „Das Tugendhafte an diesem Wirtschaftswachstum ist, dass die internen Motoren laufen und schieben, wenn die externe Nachfrage nicht hilft“, fügte er hinzu.

Der ehemalige BCP-Präsident und ehemalige Finanzminister Carlos Fernández Valdovinos nahm ebenfalls an der Veranstaltung mit dem Vortrag „Lateinamerika, Herausforderungen in einer volatilen Welt“ teil. Er analysierte das globale Szenario und wies darauf hin, dass die geopolitischen Spannungen, insbesondere aufgrund des Krieges im Iran, Inflationsdruck erzeugen, nicht nur durch den Anstieg des Ölpreises, sondern auch durch die Erhöhung der Logistikkosten, insbesondere der Container.