Das neue Gesetz 7599/2025, das von der Regierung von Santiago Peña zur Förderung erneuerbarer Energien in Paraguay erlassen wurde, wird das Monopol des staatlichen Unternehmens ANDE (Nationale Elektrizitätsverwaltung) nicht brechen, wie eine technische Analyse des ehemaligen Firmenchefs, Ingenieur Luis Villordo, zeigt. Er betont, dass die Gesetzgebung die ANDE weiterhin als "Richter und Partei" im Sektor belässt, was unabhängige private Investitionen hemmt.
Villordo erinnert daran, dass die Entmonopolisierung des Stromsektors bereits im Gesetz 3009 von 2006 vorgesehen war, aber in zwei Jahrzehnten nicht einmal eine Kilowattstunde (kWh) privater Energie im Land erzeugt hat. Seiner Ansicht nach wiederholt das neue Gesetz Fehler früherer Regelungen und behält strukturelle Hindernisse für den Markteintritt privater Akteure bei.
Einer der am stärksten kritisierten Punkte ist die Verpflichtung, dass private Investoren alle Netzausbauarbeiten kostenlos an die ANDE übertragen müssen. Villordo bezeichnet dies als "legale Aneignung" und unlauteren Wettbewerb, da das staatliche Unternehmen von Investitionen seiner Konkurrenten profitieren würde.
Ein weiteres Problem ist die Einführung der Kategorie "Großverbraucher nicht konventioneller erneuerbarer Energien (ERNC)", die auf Nutzer mit einem Bedarf von mindestens 30 MW beschränkt ist. Der ehemalige ANDE-Präsident hält diese Grenze für überhöht und schlägt vor, dass eine Schwelle von 2 MW ausreichen würde, um einen echten Markt für "freie Verbraucher" zu schaffen.
Laut der Analyse schafft das aktuelle Modell keinen wettbewerbsfähigen Markt, sondern eine "dominierende Einkaufsagentur" (die ANDE selbst) ohne externe Kontrolle. Die einzige Wirksamkeit des Gesetzes läge bei Erzeugern, die Strom direkt an das staatliche Unternehmen über internationale Ausschreibungen mit 30-jährigen garantierten Verträgen verkaufen.