Der Journalistenverband fordert den Rücktritt des Ministers für Technologien der Information und Kommunikation (Mitic) wegen eines Netzwerks von Angriffen auf die Presse

Der Journalistenverband von Paraguay forderte den Rücktritt des Ministers für Informations- und Kommunikationstechnologien (Mitic), Gustavo Villate, nachdem Ermittlungen auf ein vermutliches Netzwerk hinwiesen, das mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, um Journalisten und Oppositionelle anzugreifen und damit Verpflichtungen zur Meinungsfreiheit zu verletzen.

Der Journalistenverband fordert den Rücktritt des Ministers für Technologien der Information und Kommunikation (Mitic) wegen eines Netzwerks von Angriffen auf die Presse
KI-generierte Illustration.

Der Journalistenverband von Paraguay (Sindicato de Periodistas del Paraguay, SPP) forderte die Entlassung des Ministers für Informationstechnologie und Kommunikation, Gustavo Villate, nachdem Untersuchungen eine mutmaßliche, mit öffentlichen Mitteln finanzierte Struktur zum Angriff auf Journalisten und Regierungsgegner aufgedeckt hatten. In einer Stellungnahme erklärte der SPP, die Veröffentlichungen, die die Regierung, insbesondere das Ministerium für Informationstechnologie und Kommunikation (Mitic), mit dem sogenannten "Desinformationsnetzwerk" (Red Desinformante) in Verbindung bringen, seien Grund genug, Villates Rücktritt zu fordern.

Der Verband argumentiert, dass die Nutzung öffentlicher Mittel zur Förderung von Belästigungskampagnen gegen Pressevertreter die internationalen Verpflichtungen Paraguays in Bezug auf Meinungsfreiheit, Informationszugang und den Schutz journalistischer Arbeit verletzt. Darüber hinaus kritisierte der SPP Villate dafür, dass er persönliche Angriffe gegen den Journalisten Leonardo Gómez richtete, den er als "Aktivisten" und "Kommunisten" bezeichnete, anstatt auf die Vorwürfe bezüglich der Führung des Mitic und des Mangels an institutioneller Transparenz zu reagieren.

Der SPP forderte auch die Staatsanwaltschaft (Ministerio Público) auf, eine ernsthafte und unabhängige Untersuchung des "Desinformationsnetzwerks" und seiner möglichen Verbindung zu staatlichen Stellen bei der Verfolgung und Belästigung von Journalisten einzuleiten. Der Verband drängte zudem Medienunternehmen dazu, Schutzmaßnahmen für Gómez gegen mögliche Vergeltungsmaßnahmen, sowohl physischer als auch gerichtlicher Art, zu ergreifen.

Der Skandal brach aus, nachdem eine Untersuchung ergeben hatte, dass Juan Roberto Jimmy Villaverde Emategui, ein Mitarbeiter des Mitic, mit Hassseiten in Verbindung stand. Die Regierung bestritt, dass es sich um einen offiziellen Mitarbeiter handele, und bezeichnete ihn als einen "Militanten der Colorado-Partei", der eine Firma beauftragt habe, um Kampagnen gegen Journalisten und Oppositionskräfte in sozialen Netzwerken zu befeuern.

Quellen (1)

Aktualisiert: 16.07.2026, 01:30