Der Nationale Dienst für Tiergesundheit und -qualität (Senacsa, Servicio Nacional de Calidad y Salud Animal) hat offiziell bestätigt, dass der im Bezirk Cerrito registrierte Rinderausbruch auf Rinder-Tollwut zurückzuführen ist. Die Laborergebnisse, die durch den direkten Immunfluoreszenztest erzielt wurden, fielen bei zwei untersuchten Tieren positiv aus.
Der Koordinator von Senacsa, Fernando Peloso, formalisierte die Diagnose Tage, nachdem Erzeuger der Region öffentlich plötzliche Todesfälle in der Herde gemeldet hatten, ohne die Ursache der Krankheit zu kennen. Einer der Betroffenen, der Erzeuger Pedro Gómez, berichtete, dass die ersten Fälle vor etwa 40 Tagen entdeckt wurden.
Gómez erklärte, der Vorfall sei dem Senacsa-Vertreter in Laureles gemeldet worden, der Blutproben entnommen habe, die Ergebnisse jedoch nicht innerhalb der zugesagten Frist von fünf Tagen geliefert worden seien. In der Zwischenzeit schritt die Krankheit fort und führte zum Tod von etwa zehn Kühen. Der Erzeuger kritisierte das Fehlen einer zeitnahen Reaktion der Behörden und behauptete, die Interventionen hätten erst nach der Veröffentlichung des Falls in der Presse begonnen.
Angesichts der Bestätigung des Ausbruchs hat das Ministerium für öffentliche Gesundheit sofort das Protokoll zur epidemiologischen Abriegelung aktiviert. Teams der Zwölften Gesundheitsregion sind vor Ort und führen eine präventive Impfung bei Personen durch, die Kontakt mit infizierten oder verdächtigen Tieren hatten.
Der Direktor der Zwölften Gesundheitsregion, Arnaldo Espínola, betonte, dass die Einrichtung über die notwendigen biologischen Mittel zur Prävention von humaner Tollwut verfüge und dass die Impfungen kostenlos seien. Er wies an, dass sich jede exponierte Person innerhalb von 24 Stunden in einer Gesundheitseinrichtung zur medizinischen Untersuchung melden solle.
Erzeuger berichteten zudem, dass sie in den Departements Ñeembucú und Misiones keine Tollwutimpfstoffe für Tiere verfügbar gefunden hätten und die Dosen zum Schutz des restlichen Bestandes in Posadas, Argentinien, erwerben mussten.
