Luis Amadeus Monges Medina, 34 Jahre alt, alias „Toto" und selbsternannter Anführer der kriminellen Organisation Clan Rotela in der Region Lambaré, wurde am Sonntag festgenommen, nachdem er auf der Avenida Cacique Lambaré Ecke Acosta Ñu im Stadtteil Valle Apu'a einen Verkehrsunfall mit Überschlag verursacht hatte.
Laut Kommissar Sergio Ramos, Leiter der 4. Polizeiwache von Lambaré, fuhr Monges einen Toyota Hilux Surf, als er seitlich mit einem Toyota Belta kollidierte, der von der 35-jährigen Luz Clara Aquino gelenkt wurde, die unverletzt blieb. Durch den Aufprall überschlug sich der Pickup auf der Fahrbahn der Avenida.
Infolge des Unfalls erlitt Monges Verletzungen und wurde eiligst ins Hospital de Trauma in Asunción gebracht. Nach seiner Entlassung wurde er zur 4. Polizeiwache überstellt, wo er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Haft blieb. Die Untersuchung des Unfallfahrzeugs ergab keine verdächtigen Elemente oder illegalen Beweismitteln im Innenraum der Kabine.
Kommissar Ramos teilte mit, dass Monges wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorbestraft ist, betonte jedoch, dass zum Zeitpunkt des Unfalls weder ein Haftbefehl noch eine freiheitsbeschränkende Maßnahme gegen ihn bestand. Der selbsternannte Anführer des Clan Rotela war im Mai 2025 bei einer Steuer- und Polizeioperation im als Pantanal bekannten Gebiet von Lambaré gefasst worden, hatte jedoch alternative Maßnahmen zur Untersuchungshaft erhalten.
Im September vergangenen Jahres wurde das Haus von Nilda Noemí Medina, 64 Jahre alt, der Mutter von Monges, ebenfalls in Lambaré, von Auftragskillern unter Beschuss genommen. Die Täter schossen auf die Tür aus Sicherheitsglas des Hauses, die vollständig zerstört wurde. Die Frau schlief zum Zeitpunkt des Angriffs.