Beamte der Grupo Lince nahmen am Samstagabend (18.) während einer vorbeugenden Streife in den Straßen Tomás Ozuna und Coronel Martínez in Luque zwei Jugendliche fest. Die Kontrolle erfolgte gegen 23 Uhr und führte zur Beschlagnahmung eines Motorrads wegen Verstoßes gegen das nationale Verkehrsgesetz, da der Fahrer keinen Führerschein besaß.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um Blas Alcides Martínez Britos, 23 Jahre alt, und Víctor Ariel Samaniego Coronel, 21 Jahre alt. Der stellvertretende Leiter der 3. Zentralpolizeiwache, Gustavo Paiva, teilte mit, dass die Beamten die Insassen des Motorrads in verdächtiger Haltung beobachtet und daraufhin eine Überprüfung durchgeführt hätten.
Bei der Durchsuchung fanden sie bei einem von ihnen eine Waffenattrappe, die laut Paiva ein „recht überzeugendes“ Aussehen hatte. „Sie würde zu 80 oder 90 Prozent einer echten Waffe ähneln“, sagte er und betonte, dass das Objekt sogar über ein Rückstoßsystem und Merkmale verfügte, die einer echten Pistole ähnelten.
Bei dem beschlagnahmten Motorrad handelt es sich um eine rote Motostar SK125, Baujahr 2024. Der Kommissar wies darauf hin, dass der Einsatz in der Zone Maka’i stattfand, die aufgrund wiederholter Meldungen über Raubüberfälle und Diebstähle als konfliktträchtig gilt. Seinen Angaben zufolge lassen die Merkmale der Festgenommenen und die Verwendung der Attrappe den Verdacht aufkommen, dass sie mit jüngsten Straftaten in der Gegend in Verbindung stehen könnten. Paiva erwähnte Fälle von Überfällen, die von Kriminellen in ähnlicher Kleidung wie Lieferfahrer verübt wurden, stellte jedoch klar, dass es noch keine schlüssigen Beweise für eine direkte Beteiligung gebe.
Keiner der Jugendlichen hat eine Vorstrafe. Beide wurden der Staatsanwaltschaft überstellt. Die diensthabende Staatsanwältin Liz Medina ordnete die Beschlagnahmung der Attrappe an und verfügte, dass die Festgenommenen in der Polizeiwache bleiben, während die Ermittlungen fortgesetzt werden. Nach dem Verfahren wurden sie zur protokollarischen ärztlichen Untersuchung ins Allgemeine Krankenhaus von Luque gebracht, um den Normen zur Folterprävention zu entsprechen.