Die paraguayische Schweinefleischkette prognostiziert starke Expansion und 43 % Exportwachstum

Die paraguayische Schweinefleischkette prognostiziert für die kommenden Jahre ein starkes Wachstum: Die Exporte sind im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um 43 Prozent gestiegen. Zudem wird erwartet, dass das Land die Zahl der Zuchtsauen zwischen 2027 und 2028 mehr als verdoppeln kann.

Die paraguayische Schweinefleischkette erlebt eine der stärksten Wachstumsphasen ihrer Geschichte und prognostiziert für die kommenden Jahre eine starke Expansion. Diese Einschätzung gaben Vertreter aus den Bereichen Produktion, Industrie, Staat, Veterinärwesen und Finanzen beim Ersten Treffen der paraguayischen Schweinefleischkette ab, das am Donnerstag im Rahmen der Feira Empresarial del Paraguay (FEPY 2026) stattfand.

Die Veranstaltung, organisiert von der Unión Industrial del Paraguay (UIP), brachte die wichtigsten Akteure der Kette zusammen, um die Chancen und Herausforderungen einer Branche zu analysieren, die sowohl auf dem lokalen Markt als auch im Außenhandel zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Zur Eröffnung des Events hob der Präsident der UIP, Enrique Duarte, hervor, dass die Schweinefleischproduktion zu einem der bedeutendsten Beispiele für den industriellen Wandel des Landes geworden sei, und betonte die Notwendigkeit einer auf Daten und Fakten basierenden öffentlichen Politik.

„In der Schweinefleischkette erleben wir einen außergewöhnlichen Moment. Die Exporte sind in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 % gestiegen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis nachhaltiger Investitionen, der vom Senacsa etablierten veterinärrechtlichen Standards und vor allem der Produzenten, die auf Technisierung gesetzt haben", sagte er.

Duarte warnte jedoch, dass das Wachstum der Branche auch erhebliche Herausforderungen mit sich bringe, unter anderem die Notwendigkeit, die Produktion zu steigern, um eine Industrie zu versorgen, deren Schlachthäuser derzeit zwischen 30 % und 35 % ungenutzte Kapazität aufweisen.

Der Präsident der Asociación de Criadores de Cerdos del Paraguay, Hugo Schaffrath, erklärte seinerseits, dass die nationale Schweinezucht sich in einer Phase beispielloser Expansion befinde, und schätzte, dass das Land zwischen 2027 und 2028 dank neuer Investitionen mit hohem Technologie- und Effizienzniveau die Zahl der Zuchtsauen mehr als verdoppeln könne.

Laut Schaffrath werde eine der größten Herausforderungen darin bestehen, den inländischen Verbrauch von Schweinefleisch zu steigern, der derzeit bei rund 11 Kilogramm pro Einwohner und Jahr liegt und damit deutlich unter den Werten in Brasilien und Argentinien liegt, wo er über 20 Kilogramm beträgt.

Quellen (1)

Aktualisiert: 07.06.2026, 06:26