Nachdem eine unbefugte Drohne über dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Minga Guazú gesichtet worden war, insbesondere im Hochsicherheitsbereich, in dem hochrangige Häftlinge einsitzen, wurde im Modul 7 eine Durchsuchung durchgeführt.
Rubén Peña, Generaldirektor der paraguayischen Strafvollzugsanstalten, bestätigte, dass das Gerät am Vortag zwischen 18:00 und 19:30 Uhr gesichtet wurde und sich etwa 25 bis 30 Minuten lang über dem Gefängnis aufhielt. Der Flug konzentrierte sich auf die Pavillons, in denen Mitglieder des Primeiro Comando da Capital (PCC) sowie Miguel Ángel Insfrán, bekannt als „Tío Rico", untergebracht sind.
Laut Peña wurde die Durchsuchungsaktion durch den Luftzwischenfall sowie durch vorherige Hinweise auf ein verdächtiges Verhalten der Häftlinge in diesem Bereich veranlasst. Der Beamte teilte mit, dass bei der Kontrolle keine unrechtmäßigen Gegenstände gefunden wurden. „Dies ist ein Zeichen dafür, dass wir unser Sicherheitssystem verbessern", erklärte er.
Bisher konnten die Behörden den Eigentümer des Geräts nicht identifizieren. Auf die Frage nach einem möglichen Zusammenhang mit dem jüngsten Attentatsversuch auf „Tío Rico" stellte Peña klar, dass diese Möglichkeit von den Ermittlern nicht in Betracht gezogen wird.
„Wir gehen dieser Hypothese nicht nach; die Drohne wird an solchen Orten eingesetzt, um Informationen über das Sicherheitssystem zu sammeln", so der Direktor. Nach dem Vorfall wurden die internen Kontrollen verschärft, während die Untersuchungen zur Klärung der Herkunft und des Ziels des Überflugs fortgesetzt werden.