Ehemaliger Minister kritisiert Ausgabe von Boni zur Begleichung der Schulden des IPS in Paraguay

Der ehemalige Finanzminister Manuel Ferreira kritisierte den Vorschlag zur Ausgabe von perpetuellen Wertpapieren im Wert von bis zu 304 Millionen US-Dollar zur Begleichung der Schulden des Staates gegenüber der paraguayischen Sozialversicherung IPS und plädierte stattdessen für interne Maßnahmen als Alternative.

Ehemaliger Minister kritisiert Ausgabe von Boni zur Begleichung der Schulden des IPS in Paraguay
KI-generierte Illustration.

Der Wirtschaftswissenschaftler Manuel Ferreira, ehemaliger Finanzminister, hat den Vorschlag zur Ausgabe von Wertpapieren zur Begleichung der Altschulden des Staates gegenüber der Sozialversicherungsanstalt IPS kritisiert. Der in Diskussion befindliche Gesetzesentwurf sieht die Feststellung des Notstands für den Krankheits- und Mutterschaftsfonds der Einrichtung vor und beinhaltet die Ausgabe von Schatzanleihen oder die Aufnahme internationaler Kredite von bis zu 304 Millionen US-Dollar.

Ferreira hat die Verwendung von perpetuellen Anleihen für den Fall des IPS infrage gestellt. Seines Erachtens hat dieses Instrument in der Vergangenheit zur Kapitalisierung der Zentralbank Paraguays funktioniert, sei aber für die Sozialversicherung nicht geeignet. „Eine perpetuelle Anleihe ist im Grunde eine Anleihe ohne Laufzeit oder mit einer extrem langen Laufzeit – ich spreche von 100 Jahren –, und die Partein vereinbaren einen Zinssatz", erklärte der Wirtschaftswissenschaftler in einem Interview mit Radio Monumental.

Als Alternative plädierte der ehemalige Minister für interne Maßnahmen zur Lösung der finanziellen Krise des Gesundheitsfonds. Er nannte das Beispiel des Unternehmens Carlos Casado, das 192.000 Hektar im Chaco geschenkt hat, um Schulden beim IPS zu begleichen. Der Wert der Immobilie sollte auf die Rentenfonds (54 %), den Gesundheitsfonds (39 %) und den Verwaltungsfonds (7 %) aufgeteilt werden, doch laut Ferreira flossen die Mittel vollständig in den Rentenfonds, während der Gesundheitsfonds seinen Anteil nicht erhielt.

Der Wirtschaftswissenschaftler empfahl, dass der Staat umgehend mit der Zahlung an das IPS beginnt, um zu verhindern, dass die Schulden weiter wachsen. „Es gibt viele Möglichkeiten, die man intern innerhalb des IPS umsetzen kann, ohne Fremdkapital aufzunehmen", erklärte er. Er kritisierte zudem das Anlagevermögen der Sozialversicherung, das ausschließlich mit kurzfristigen Einlagenzertifikaten arbeite, und schlug die Professionalisierung und Diversifizierung der Anlagen in Instrumente mit langer Laufzeit vor.

Quellen (1)

Aktualisiert: 27.06.2026, 16:16