Das Justizministerium Paraguays gab am Montag (18.) eine umfassende Umstrukturierung des Frauengefängnissystems bekannt, die den Strafvollzugskomplex von Emboscada zum einzigen reinen Frauengefängnis des Landes machen wird. Die Entscheidung wurde auf einer Pressekonferenz über die Operation Umbral 2.5, eine Megaverlegung von Insassinnen, verkündet.
Minister Rodrigo Nicora teilte mit, dass ab sofort die gemischten Gefängnisse in Pedro Juan Caballero, Concepción, Misiones, Encarnación und Villarrica abgeschafft seien. Zudem bestätigte er die endgültige Schließung des Frauengefängniszentrums Juana María de Lara in Ciudad del Este.
„Das paraguayische Gefängnissystem erlebt eine historische Transformation“, erklärte Nicora. Er sagte, die Maßnahme ziele darauf ab, strukturelle Probleme im Zusammenhang mit der Unterbringung von Männern und Frauen in gemeinsamen Einrichtungen zu beheben. „Wir beenden damit eine Phase, die von Verwundbarkeiten des Systems geprägt war, mit Sicherheitsproblemen, die mit der Vermischung von Männern und Frauen zu tun haben“, fügte er hinzu.
Der Minister betonte zudem, dass die Reform eine Antwort auf eine historische Schuld gegenüber inhaftierten Frauen darstelle. „Wir können sagen, dass die Regierung eine historische Schuld gegenüber dem Gefängnissystem und vor allem gegenüber der verletzlichsten Bevölkerung, den inhaftierten Frauen, beglichen hat“, so seine Aussage.
Die Ankündigung erfolgte im Rahmen der Operation Umbral 2.5, die bereits läuft und die Verlegung von Insassinnen in den Komplex von Emboscada umfasst, als Teil des Modernisierungs- und Reorganisationsprozesses des nationalen Gefängnissystems.