Das Ministerium für Kindheit und Jugend (MINNA) koordinierte in den frühen Morgenstunden des 18. Mai eine Schutzoperation, die sich an indigene Kinder und Jugendliche in prekären Situationen auf den Straßen von Ciudad del Este richtete. Während der Aktion wurden 42 Jungen, Mädchen und Jugendliche identifiziert, einige von ihnen auf dem Mittelstreifen der internationalen Fernstraße aufgefunden.
Drei Minderjährige waren ohne erwachsene Bezugsperson. In einem spezifischen Fall wurden eine wiederholt auffällige Frau und ihre sieben Kinder auf Anordnung der Kinderschutzbehörde von Ciudad del Este in das Centro Abierto Refugio des MINNA gebracht, während weitere Schutzmaßnahmen geprüft werden.
Die übrigen Kinder und Jugendlichen wurden einer medizinischen Untersuchung durch die mobile Klinik des Gesundheitsministeriums unterzogen und anschließend in ihre Herkunftsgemeinden in den Departements Guairá, Caazapá und Alto Paraná gebracht.
An der Operation beteiligt waren die Roten Westen des Dispositivo de Respuesta Inmediata (DRI) und das Programm zur umfassenden Betreuung indigener Kinder (PAINI), beide vom MINNA, sowie das Instituto Paraguayo del Indígena (INDI), die Gobernación de Alto Paraná, die örtliche CODENI, Staatsanwälte für Kindheit und Jugend und Beamte der 3. Polizeistation von Alto Paraná.
Das Hauptziel des Eingreifens ist laut MINNA der Schutz der Kindheit, die Vermeidung von Kälteexposition im Winter und anderen Gefahren auf öffentlichen Straßen sowie die Wiederherstellung der Grundrechte gefährdeter Gemeinschaften.