Der ehemalige argentinische Senator Edgardo Darío Kueider und seine Sekretärin wurden in Paraguay wegen versuchten Devisenschmuggels verurteilt. Sie erhielten Bewährungsstrafen, nachdem sie 2024 mit nicht deklarierten Geldbeträgen festgenommen worden waren. Der Ex-Parlamentarier muss sich im Land zudem noch Verfahren wegen Geldwäsche stellen, und es liegt ein Auslieferungsersuchen aus Argentinien vor.
Elsa García Hulskamp
Pytagua-Berichterstattung zu Elsa García Hulskamp.
Zwei Gemeinderäte und der ehemalige Gemeindekassenprüfer bestätigten in einer Anhörung, dass der Bürgermeister von Jesús de Tavarangüe, Víctor Garay, rund 2,44 Milliarden Guaraní für eine "parallele Kommission" abgezweigt habe. Er habe demnach Mittel aus Gesetzen zum kulturellen Erbe für mangelhafte Bauarbeiten und ohne Ausschreibung verwendet, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage wegen Vertrauensmissbrauchs vorwirft.
Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat für den ehemaligen argentinischen Senator Edgardo Kueider und seine Sekretärin eine Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten wegen versuchten Devisenschmuggels beantragt. Sie waren im Dezember 2024 mit über 200.000 US-Dollar nicht deklarierter Devisen festgenommen worden. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Urteil liegt nun beim Gericht zur Beratung.
Der ehemalige Stabschef der Stadtverwaltung von Asunción, Wilfrido Cáceres, und seine Frau Ruth Jazmín Da Silva Almirón werden ab dem 27. Juli wegen illegaler Bereicherung und Geldwäsche vor Gericht stehen. Die Anklage weist auf Bankbewegungen hin, die mit dem legalen Einkommen unvereinbar sind, sowie auf simulierte Vermögensübertragungen an angebliche Strohmänner.