Die staatliche Petropar hat eine internationale Ausschreibung über bis zu 24,3 Millionen US-Dollar aus öffentlichen Mitteln für den Kauf von bis zu 20.000 Kubikmetern Flugkraftstoffen gestartet. Gleichzeitig plant sie fünf Aeroplantas beziehungsweise Anlagen für Flugkraftstoffe in Zusammenarbeit mit dem paraguayischen Unternehmen Royal Energy, einem seit 2017 tätigen Distributor. Die Vergabe an Royal Energy erfolgte jedoch in einem Verfahren, dessen Veröffentlichung im Portal der DNCP (Paraguays Nationale Direktion für öffentliche Auftragsvergabe) noch nicht geklärt ist.
Petróleos Paraguayos
Pytagua-Berichterstattung zu Petróleos Paraguayos.
Das staatliche Unternehmen Petropar hat in Paraguay mit dem Verkauf von Jet A-1 und AVGAS begonnen. Eine Anlage in Encarnación ist bereits in Betrieb, fünf Standorte sind geplant. Die Umsetzung erfolgt über eine öffentlich-private Partnerschaft, die keine direkten Investitionen der Staatsfirma in die Infrastruktur erfordert.
Paraguayische öffentliche Einrichtungen nutzen massiv die Ausnahmeregelung des „unaufschiebbaren Bedarfs“, um Aufträge ohne Ausschreibung zu vergeben. Senator Rafael Filizzola warnt, dass die gesetzliche Ausnahme zur Regel geworden ist.
Der Anstieg des Dieselpreises in Paraguay um bis zu 39 Prozent belastet die Transport- und Agrarkosten und erhöht die technische Tarifgrundlage für den öffentlichen Nahverkehr, was zu Preiserhöhungen für Verbraucher führen könnte.
Die paraguayische Senatorin Esperanza Martínez wirft Politikern – darunter Senatoren, Abgeordneten, Gouverneuren und Ministern – vor, mit dem Drogenhandel verstrickt zu sein, Wahlkämpfe mit illegalen Geldern zu finanzieren und straffrei zu bleiben. Sie kritisiert eine systemische Duldung der Korruption im Land.
Das Gericht spricht die ehemalige Richterin Tania Irún einstimmig vom Vorwurf der Rechtsbeugung im Fall der Ländereien in Alto Paraguay frei. In einem separaten Verfahren wird der frühere Präsident der Petropar, Sergio Escobar Amarilla, wegen Untreue in einem Vertrag angeklagt, der einen Schaden in Milliardenhöhe an Guaraníes verursachte.
Der Präsident des paraguayischen Kongresses fordert von der staatlichen Petropar niedrige Kraftstoffpreise zur Marktregulierung, während er und weitere Politiker, darunter ehemalige Abgeordnete und ein Senator, mit Tankstellen des Unternehmens in Verbindung gebracht werden.
Private Kraftstoffhändler in Paraguay haben die Preise um bis zu G. 800 pro Liter für Diesel und zwischen G. 500 und G. 600 für Benzin erhöht. Sie begründen dies mit der Unmöglichkeit, angesichts der hohen Ölpreise auf dem Weltmarkt die alten Preise zu halten.
Die Regierung von Santiago Peña gab über Itaipú mehr als 22 Millionen US-Dollar für Werbung aus, die die Werte der Regierung verteidigt. Unterdessen plant die staatliche Ölgesellschaft Petropar, Werbeartikel wie Taschen und Uniformen auszuschreiben, und Parlamentsabgeordnete schlagen vor, diese Mittel stattdessen für das Gesundheitswesen umzuwidmen.
Die Ratingagentur Moody's hat das Investment-Grade-Rating für Paraguay mit stabiler Perspektive bestätigt, während die Bauarbeiten am Energieprojekt Aña Cuá im Kraftwerk Yacyretá einen Fortschritt von 76 Prozent erreicht haben.
Die ehemalige Präsidentin von Petróleos Paraguayos (Petropar), Delia Patricia Samudio, und ihr Ehemann, José Costa Perdomo, wurden inhaftiert, um eine Haftstrafe wegen der Veruntreuung von 359,7 Millionen Guaranis aus dem Staatsunternehmen zu verbüßen. Der Fall steht im Zusammenhang mit einer betrügerischen Ausschreibung für Tonic Water während der Pandemie.
Die Alkoholfabrik von Petropar in Mauricio José Troche verzeichnet Verluste in Höhe von 5 Millionen US-Dollar und verlagert einen Teil der Produktion in private Anlagen, da sie nicht in der Lage ist, die gesamte Rohstoffmenge zu verarbeiten. Dies führt zu Kritik an der Transparenz und den Kosten.
Die hohe Volatilität des Real gegenüber dem Guarani kehrt den Handelsfluss an der brasilianisch-paraguayischen Grenze um. Sie ermutigt Paraguayer zu Einkäufen in Brasilien, während sie die Kaufkraft brasilianischer Grenzpendler reduziert und den Wert von Geldüberweisungen beeinträchtigt.
Der Senator Walter Kobylanski ist aus der Partei Cruzada Nacional (PCN) ausgetreten und hat seine politische Unabhängigkeit erklärt. Als Gründe nannte er interne Differenzen und Kritik an mangelnder Erneuerung innerhalb der Partei.
Der Strafsenat des Obersten Gerichtshofs wies das letzte Rechtsmittel zurück und machte die Verurteilung von Patricia Samudio zu 4 Jahren Haft und ihres Ehemanns José Costa Perdomo zu 3 Jahren und 9 Monaten wegen Veruntreuung von 359,7 Millionen Guaraníes aus dem Staatsunternehmen während der Pandemie rechtskräftig.